Wirtschaft

IW: Mieten in Großstädten werden weiter steigen

  • 24. Mai 2018, 11:56 Uhr
Bild vergrößern: IW: Mieten in Großstädten werden weiter steigen
Mietwohnungen
dts

.

Anzeige

Köln - Die Mieten in den Großstädten werden nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vorerst weiter steigen. Nach Berechnungen des Instituts müssten pro Jahr etwa 380.000 Wohnungen gebaut werden, damit Wohnungsangebot und -nachfrage wieder überein kämen.

Auch die Bundesregierung peilt 375.000 Wohnungen pro Jahr an. Problematisch sei vor allem die geringe Bautätigkeit in den Großstädten. Nach IW-Berechnungen müssten allein in den 20 größten Städten rund 130.000 Wohnungen pro Jahr entstehen. Beispiel Berlin: Dort wurden 2017 knapp 15.700 Wohnungen gebaut.

Dies ist ein Zuwachs um 14,7 Prozent – angesichts eines Baubedarfs von rund 30.000 Wohnungen pro Jahr aber immer noch deutlich zu wenig. Auch in München wurden mit 8.300 Wohnungen nur gut 500 mehr fertiggestellt als im Vorjahr. Der Zuwachs in Hamburg ist ebenfalls gering, dort wurden rund 7.900 Wohnungen gebaut. Benötigt werden in beiden Städten jeweils rund 15.000 Wohnungen pro Jahr.

Die Konsequenz dieser Entwicklung: Der Druck auf die Mieten in den Großstädten bleibt weiter hoch, so das IW. Um die Bautätigkeit in Schwung zu bringen, müssten die Gemeinden vor allem mehr Bauland ausweisen, fordert das Institut. "Gerade die Städte Berlin, München und Hamburg sollten versuchen, möglichst schnell die Voraussetzungen für den Bau neuer Stadtviertel zu schaffen, denn die Planungszeiten sind lang", heißt es. Wenig hilfreich seien dagegen Subventionen wie das von der Bundesregierung eingeführte Baukindergeld oder eine Aufstockung der sozialen Wohnraumförderung. "Denn solange Bauland knapp bleibt, werden diese Maßnahmen vor allem die Grundstückspreise weiter erhöhen", schreit das IW.

ANZEIGE

Die News IW: Mieten in Großstädten werden weiter steigen wurde von dts am 24.05.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, Immobilien abgelegt.

Weitere Meldungen

Wirtschaft kritisiert Euro-Reformpläne von Scholz

Berlin - Die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zur Reform der Währungsunion stoßen in Deutschland auf Kritik von Wirtschaftsverbänden. "Viele der Vorschläge

Mehr
NRW wirbt vor Brexit verstärkt um britische Unternehmen

Düsseldorf - Angesichts des geplanten EU-Austritts von Großbritannien wirbt die nordrhein-westfälische Landesregierung verstärkt um Investitionen britischer Unternehmen in NRW.

Mehr
Deutsche Post will Streetscooter bis 2020 selbst produzieren

Bonn - Nach der Trennung von Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes bekennt sich Post-Chef Frank Appel zum Streetscooter. Der von Gerdes vorangetriebene Elektrotransporter werde weiter

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Immobilienscout24 mit Vorwurf irreführender Werbung konfrontiert

Das bei der Wohnungssuche beliebte Portal Immobilienscout24 hat einem Medienbericht zufolge juristischen Ärger wegen eines kostenpflichtigen Tools zur Grundstücksbewertung. Wie

Mehr
DAX-Chefs bekommen mehr Geld als erwartet

Frankfurt/Main - Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne haben 2017 im Durchschnitt sehr viel mehr Geld bekommen, als sie ursprünglich erwarten durften. Die langfristigen

Mehr
Unions-Politiker haben größten Einfluss auf Sparkassen

Frankfurt/Main - Politiker von CDU und CSU kontrollieren zu 43 Prozent die Geschäfte der Sparkassen In Deutschland. Das zeigt eine Recherche der "Welt am Sonntag" unter den 20

Mehr