Wirtschaft

Landwirte in Bulgarien fürchten wegen Preisverfall für Rosenblätter um Existenz

  • 21. Mai 2018, 17:13 Uhr
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Protest von bulgarischen Rosen-Erzeugern
Bild: AFP

In Bulgarien fürchten Landwirte wegen des stark gesunkenen Preises von Rosenblättern um ihre Existenzen. In den vergangenen Jahren hätte ein Kilo Rosenblätter bis zu sechs Lew (drei Euro) eingebracht, in diesem Jahr liege der Preis bei nur noch 1,30 Lew.

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In Bulgarien fürchten Landwirte wegen des stark gesunkenen Verkaufspreises von Rosenblättern um ihre Existenz. In den vergangenen Jahren habe ein Kilo Rosenblätter bis zu sechs Lew (drei Euro) eingebracht, in diesem Jahr liege der Preis bei nur noch 1,30 Lew, sagte der bulgarische Landwirtschaftsminister Rumen Poroschanow am Montag dem Fernsehsender BNT. Grund für den Preisverfall sei eine außergewöhnlich gute Ernte.

In Bulgarien - einem der weltweit wichtigsten Produzenten von Rosenöl - sollten in diesem Jahr 16.000 Tonnen Rosenblätter geerntet werden, sagte Poroschanow. Dies bedeute einen Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, unter anderem wegen des warmen Wetters. Der Ernteüberschuss übersteige die Annahmekapazitäten der Destillerien.

Am Samstag protestierte eine Gruppe von Erzeugern in der Stadt Kasanlak im Zentrum des bulgarischen Rosentals gegen den Preisabsturz. Sie streuten die rosafarbenen Blüten auf die Straßen.

Landwirtschaftsminister Poroschanow stellte staatliche Unterstützung in Aussicht. Darüber hinaus kritisierte er, dass einige Exporteure bulgarische Rosenöl mit Rosenöl aus der Türkei und dem Iran vermischten. 

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