Politik

Mazedonien sieht "annehmbare" Vereinbarung im Namensstreit mit Athen

  • 17. Mai 2018, 16:24 Uhr
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Regierungschefs Alexis Tsipras (l.) und Zoran Zaev
Bild: AFP

Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev hat sich nach eigenen Angaben mit seinem griechischen Gegenüber Alexis Tsipras auf eine Lösung im langjährigen Namensstreit der beiden Nachbarländer geeinigt. Tsipras widersprach jedoch umgehend.

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Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev hat sich nach eigenen Angaben mit seinem griechischen Gegenüber Alexis Tsipras auf eine Lösung im langjährigen Namensstreit der beiden Nachbarländer geeinigt. "Wir haben viele Optionen diskutiert, und wir haben uns auf eine geeinigt, die annehmbar für beide Seiten ist", sagte Zaev am Donnerstag am Rande des Balkangipfels der europäischen Staats- und Regierungschefs in Sofia. Tsipras hingegen sagte, er sei noch "nicht in der Lage", eine Einigung zu verkünden.

Der Streit um den Namen Mazedonien belastet die Beziehungen zwischen Griechenland und seinem nördlichen Nachbarn schon seit mehr als 25 Jahren. Der Konflikt reicht ins Jahr 1991 zurück, als sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik für unabhängig erklärte und sich den Namen Mazedonien gab. Griechenland blockiert wegen der ungeklärten Namensfrage Mazedoniens Bestrebungen, der EU und der Nato beizutreten.

Zaev erklärte, es werde Beratungen mit beiden Institutionen über die Umsetzung der vereinbarten Option geben. "Wenn es möglich ist, werden wir wahrscheinlich eine Lösung für den Namen haben", sagte er. Sein griechischer Kollege dämpfte aber sogleich die Erwartungen. "Wir haben einen großen Teil des Weges zurückgelegt, aber es gibt noch mehr Weg zu gehen", sagte Tspiras nach seinem Treffen mit Zaev. 

Aus griechischer Sicht ist der Name Mazedonien Teil des Nationalerbes. Athen befürchtet, der Nachbar könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben.

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