Brennpunkte

Tausende Frauen demonstrieren in Chile gegen sexuellen Missbrauch

  • 17. Mai 2018, 10:44 Uhr
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Protestmarsch gegen sexuelle Belästigung in Chile
Bild: AFP

In Chile sind am Mittwoch tausende Frauen gegen sexuelle Belästigung und Missbrauch auf die Straße gegangen. Die Demonstrantinnen riefen 'Nein heißt Nein', als sie zu Trommelklängen durch die Straßen von Santiago de Chile marschierten.

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In Chile sind am Mittwoch tausende Frauen gegen sexuelle Belästigung und Missbrauch auf die Straße gegangen. Die Demonstrantinnen riefen "Nein heißt Nein", als sie zu Trommelklängen durch die Straßen der Hauptstadt Santiago de Chile marschierten. Auf Spruchbändern forderten sie eine "nicht-sexistische Erziehung" und das Ende sexueller Gewalt insbesondere auch an Schulen und Universitäten.

Die Teilnehmer des Protestmarschs waren überwiegend Frauen, aber auch einige Männer nahmen teil. Eine Gruppe von Frauen lief mit nackten Oberkörpern, aber mit bedeckten Gesichtern herum. 

Erste Proteste hatte es Mitte April gegeben, nachdem ein mutmaßlicher Fall sexueller Belästigung durch einen Professor an der Universität Austral bekannt geworden war. Zahlreiche Universitäten schlossen sich der Protestbewegung an. Der Fall eines 20 Monate alten Mädchens, das Ende April nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung starb, sowie verschiedene Vorwürfe sexueller Belästigung gaben den Protesten zusätzlichen Schub. 

Im vergangenen Jahr wurden in Chile 22.500 Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs gestellt. Die meisten Opfer waren Kinder und Jugendliche. Auch die katholische Kirche in dem südamerikanischen Land sieht sich mit Skandalen um sexuellen Missbrauch konfrontiert.

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Die News Tausende Frauen demonstrieren in Chile gegen sexuellen Missbrauch wurde von AFP am 17.05.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern Chile, Proteste, Gewalt, Frauen abgelegt.

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