Politik

US-Senatsausschuss gibt Dokumente über Russland-Kontakte des Trump-Teams frei

  • 16. Mai 2018, 19:48 Uhr
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Donald Trump junior im Februar
Bild: AFP

Der Justizausschuss des US-Senats hat 2000 Dokumente im Zusammenhang mit den Russland-Kontakten von Donald Trump junior während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 freigegeben.

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Der Justizausschuss des US-Senats hat am Mittwoch 2000 Dokumente im Zusammenhang mit mutmaßlichen Russland-Kontakten von Donald Trump junior während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 freigegeben. Demnach sagte Donald Trumps ältester Sohn aus, er habe seinen Vater nicht vorab über sein Treffen mit der Kreml-nahen russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja im Sommer 2016 im New Yorker Trump-Tower unterrichtet. Daran nahmen auch Trumps damaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil. 

Das Material enthält unter anderem die vollständige Aussage des Präsidentensohns vor dem von den Republikanern geleiteten Ausschuss. Trump junior erklärte am Mittwoch, er habe den Ausschuss gern bei seinen Ermittlungen unterstützt. Die Öffentlichkeit könne nun sehen, dass er "fünf Stunden lang jede Frage beantwortet" habe. Er sei "offen und aufrichtig" gewesen. 

Das Treffen am 9. Juni 2016 hatte der britische Musikagent Rob Goldstone eingefädelt. Er stellte Trump junior Material zur Diskreditierung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wegen ihrer Beziehungen zu Russland in Aussicht. 

Trump junior zeigte sich sehr interessiert, sagte später aber, bei dem Treffen sei nichts herausgekommen. Es sei hauptsächlich um die Adoption russischer Kinder gegangen. Nachdem das Treffen ans Licht kam, hatte es der Präsident als normalen Vorgang darzustellen versucht.

Die Affäre um mutmaßliche russischen Einmischungen zugunsten Trumps vor dessen Wahlsieg im November 2016 und eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams setzt dem Präsidenten seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 zu. Sie wird von mehreren Kongressausschüssen sowie dem vom Justizministerium eingesetzten Sonderermittler Robert Mueller untersucht.

Trump will mit dem Sonderermittler nach eigenen Angaben nur sprechen, wenn er "fair behandelt" wird. Im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen spricht der US-Präsident von einer "Hexenjagd".

Die Demokraten reagierten auf die Freigabe der Dokumente mit einer Erklärung, in der es hieß, das Treffen im Trump Tower zeige, dass Trumps Team bereit gewesen sei, Hilfe aus Russland anzunehmen. Deutlich geworden seien auch Angebote zur Unterstützung von Seiten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dies erfordere weitere Ermittlungen.

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