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Unterwegs online: So wird der PKW zum Hotspot

  • 15. April 2018
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Bild: Continental

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Wer regelmäßig mit dem Auto unterwegs ist, weiß, dass die Internetverbindung via Smartphone oft zu wünschen übrig lässt. Das liegt sowohl an Funklöchern, aber auch an der Abschirmung durch die Fahrzeugkarosserie. Ein WLAN-Hotspot im PKW kann in diesem Fall sinnvoll sein. So können, ohne das eigene Datenvolumen zu verschleudern, schnell E-Mails und Börsenkurse überprüft oder eine Runde Pokern zur Entspannung gespielt werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es für den eigenen Hotspot im Auto?

Immer mehr Autos verfügen serienmäßig über einen Hotspot

Den Trend zur WiFi-Verbindung im Auto haben sich natürlich auch die Hersteller nicht entgehen lassen. Mit einem vorinstallierten Hotspot ausgerüstet sind in der Regel jedoch vor allem Wagen, die im oberen Preissegment angesiedelt sind. Die Hersteller haben jeweils ihre eigenen Systeme entwickelt. So gibt es "Comand Online" bei Mercedes Benz, "Connected Drive" bei BMW oder "Car-Net" von Volkswagen. Auch Ford und Tesla bieten eine vorinstallierte WLAN-Funktion an. Bei dem integrierten Mobilfunkmodul wird die Verbindung über eine Außenantenne hergestellt. Das WiFi beschränkt sich, abhängig vom Hersteller, zumeist auf Features, von denen der Fahrer einen direkten Nutzen hat. Damit sind Informationen zur Verkehrslage, ein Tankstellenfinder, Streaming von Musik, aktuelle Nachrichten oder der Wetterbericht gemeint. Schließlich soll der Fahrer unterwegs so wenig wie möglich abgelenkt werden. Dieser Service ist beim Kauf des Fahrzeuges für eine gewisse Zeit inbegriffen, danach fallen unter Umständen Gebühren für die weitere Nutzung an.

Das Smartphone eignet sich nur auf Kurzstrecken als Hotspot

Meist sind es jedoch die Beifahrer, die auf eine größere Palette an Online-Angeboten während der Fahrt zurückgreifen wollen. Eine unkomplizierte Variante ist es, mit dem Smartphone einen Hotspot zu aktivieren. Abhängig vom Betriebssystem können sich bei Android bis zu 10 Smartphones über diesen Router einloggen. Bei iOS ist die Anzahl der Handys, die sich verbinden können, vom Gerät abhängig. Auf langen Strecken geht diese Methode jedoch auf den Verbrauch. Unter Umständen ist das Datenvolumen bei Fahrtende erschöpft. Die Transferrate der Daten ist ebenfalls nicht optimal. Einige Anbieter werben mit Geschwindigkeiten von 225 Mbit/s, allerdings wird dieses Tempo in der Realität kaum erreicht. Normalerweise reichen Geschwindigkeiten von 25 Mbit/s aus, um unterwegs die wichtigsten Onlineangebote nutzen zu können. Doch auf einer langen Autofahrt werden automatisch Bereiche mit schlechter Empfangsqualität passiert, worunter der Datentransfer leidet. Wer auf diese Weise sich die Fahrt mit You Tube- Videos, Netflix oder Spielen wie Pokern versüßen will, hat auf vielen Strecken Pech gehabt.

Die platzsparende Lösung: Der WLAN-Stick

Wenn der Hotspot im Auto regelmäßig benötigt wird, könnte ein WLAN LTE-Stick eine Option darstellen. Erhältlich sind sie mit ganz unterschiedlichen Vertragsoptionen entweder bei den Mobilfunkanbietern, aber auch bei Discountern. Wer den Stick nur wenig in Gebrauch hat, kann zudem Prepaid nutzen. Die Anschaffungskosten für diese Surfsticks halten sich im Rahmen. Bevor die Fahrt losgeht, muss eine Konfiguration an einem Computer erfolgen, um Netzwerkname und Passwort einzurichten. Neuere Automodelle haben fast alle einen integrierten USB-Anschluss, über den der Stick angeschlossen werden kann. Bei älteren Modellen hilft ein Adapter, der mit dem Zigarettenanzünder verbunden wird. Der Stick übernimmt die Funktion eines Routers, der Smartphones und Tablets die Möglichkeit gibt, sich einzuwählen. LTE-Sticks haben den Vorteil, keinen zusätzlichen Platz im Auto zu benötigen.

Zuverlässig und schnell: Mobile WLAN-Router Wer generell viel unterwegs ist und dabei mehr online abrufen muss als nur E-Mails, kann auch im Auto auf die Dienste eines mobilen WLAN-Routers zurückgreifen. Die mit Akku betriebenen Geräte funktionieren wie der Router zu Hause. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Internetverbindung über das Mobilfunknetz aufgebaut wird. Die gängigen Modelle sind für bis zu zehn Geräte ausgerichtet. Das ist ideal für Familien, in denen nicht jedes Mitglied über eine Datenflat auf dem Mobiltelefon verfügt. Der mobile Router funktioniert mit einer eigenen SIM-Karte. Von all den Möglichkeiten, in das Auto nachträglich einen Hotspot zu integrieren, verfügen die mobilen WLAN-Router über den stärksten Empfang und somit die zuverlässigste Datentransferrate. Ist der Akku unterwegs leer, kann er über den USB-Anschluss des Fahrzeugs nachgeladen werden. Mobile WLAN-Router liegen preislich zwischen 50 und 300 Euro. Beim Kauf eines Gerätes sollte darauf geachtet werden, dass es über einen LTE-Empfang mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 150 MBit/s verfügt. Modelle mit UMTS sind zwar preiswerter, verfügen jedoch meist nur über eine maximale Datenübertragungsrate von 21,6 MBit/s.

Welcher Hotspot passt zu wem?

Keine Gedanken über zusätzliche Hardware muss sich machen, wer einen bereits im Auto integrierten Hotspot besitzt. Der Hotspot mit dem Smartphone stellt die preiswerteste Variante dar und funktioniert gut auf kürzeren Strecken. Da viele Mitfahrer auch viel Datenvolumen verbrauchen, ist das jedoch keine Dauerlösung. WLAN-Sticks stellen eine sehr platzsparende Lösung dar, Geschäftsreisende fahren jedoch am besten mit einem mobilen Router. Der kann nicht nur im Auto verwendet werden, sondern auch im Restaurant oder im Hotel. Kollegen und Geschäftspartner werden es ebenfalls zu schätzen wissen, wenn sie auf diesen Router im Bedarfsfall zurückgreifen können.

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