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Google knöpft sich Werbung für Kryptowährungen vor

  • 14. März 2018, 12:44 Uhr
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Google knöpft sich Werbung für Kryptowährungen vor
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Der Internetriese Google verstärkt seinen Kampf gegen unangemessene Werbung - und nimmt dabei künftig auch Kryptowährungen wie den Bitcoin ins Visier.

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Der Internetriese Google verstärkt seinen Kampf gegen unangemessene Werbung - und nimmt dabei künftig auch Kryptowährungen wie den Bitcoin ins Visier. Bereits im vergangenen Jahr blockierte der Konzern nach eigenen Angaben mehr als drei Milliarden "schlechte" Werbeanzeigen, die gegen die Regeln von Google verstießen - fast doppelt so viele wie 2016. In diesem Jahr sollten nun die Regeln des Konzerns für "Finanzprodukte" angepasst werden, kündigte Google-Managerin Jessica Stansfield an.

Google erzielt einen Großteil seiner Einnahmen mit Werbung. Zugleich steht das Unternehmen ebenso wie andere Internetkonzerne verstärkt unter Druck, gegen unangemessene Inhalte auf seinen Seiten vorzugehen.

2017 sortierte Google nach eigenen Angaben insgesamt 3,2 Milliarden "schlechte" Werbeanzeigen aus - mehr als 100 pro Sekunde. 2016 hatte der Konzern noch 1,7 Milliarden Reklamebotschaften blockiert, 2015 waren es 700 Millionen.

Bei 130 Millionen blockierten Anzeigen im vergangenen Jahr handelte es sich um Versuche, Nutzer etwa auf Seiten für gefälschte Medikamente oder vorgetäuschte Dienstleistungen zu locken. 79 Millionen Anzeigen versuchten, Internetsurfer auf Seiten mit Schadsoftware zu lotsen.

2018 will Google nun verstärkt gegen Reklame für riskante Finanzgeschäfte vorgehen - darunter neben Kryptowährungen auch Devisengeschäfte oder sogenannte Differenzkontrakte (CFD), bei denen Verbraucherschützer vor hohen Verlusten warnen. Google wolle sicherstellen, dass das Anzeigengeschäft "sicher und effektiv" für Werber, Verleger und die Menschen sei, sagte Stansfield.

Erst Ende Januar hatte das soziale Netzwerk Facebook mitgeteilt, künftig Werbung für digitale Währungen zu verbieten sowie für Finanzprodukte, die häufig mit "irreführenden oder betrügerischen Werbepraktiken" in Verbindung gebracht würden. Das Verbot soll auch für die Facebook-Tochter Instagram gelten. Facebook deutete allerdings an, dass der Konzern das Verbot auch wieder lockern könne - um ehrlichen Firmen Anzeigen rund um digitale Währungen zu ermöglichen.

Digitale Währungen erleben zur Zeit einen Boom, die Kurse vieler dieser virtuellen Zahlungsmittel sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. In Deutschland warnten erst vor kurzem Verbraucherschützer vor undurchsichtigen Geschäften rund um Kryptowährungen. Nicht die Währung selbst ist dabei das Problem, sondern unlautere Geschäfte im Umfeld - etwa unerlaubte Schnellballsysteme.

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