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Mehr Flüchtlinge machen Berufsausbildung

  • 14. März 2018, 06:43 Uhr
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Nürnberg - Immer mehr Flüchtlinge machen in Deutschland eine Berufsausbildung. Ende Dezember 2017 waren bundesweit genau 9.306 Menschen aus den acht wichtigsten Fluchtstaaten in einer betrieblichen Berufsausbildung.

Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor, als 3.904 Geflüchtete eine Ausbildung absolvierten. Das geht aus einer Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Die meisten Auszubildenden, die eine Flucht hinter sich haben, kommen aus Afghanistan (3.474 Auszubildende), Syrien (2.659), dem Irak (805) und Eritrea (708). Aus diesen Staaten kommen auch generell die meisten Flüchtlinge.

Unter jungen Syrern hat sich die Zahl der Auszubildenden binnen Jahresfrist sogar verdreifacht. "Für das kommende Jahr erwarten wir erneut einen deutlichen Anstieg der Zahlen", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks den Funke-Zeitungen. Die Erfahrungen der Betriebe mit den Auszubildenden zeigten: "Junge Geflüchtete brauchen oft eine intensivere Förderung. Die Sprachkenntnisse reichen häufig nicht aus, um dem Berufsschulunterricht zu folgen."

Vor allem kleine Betriebe bräuchten Hilfe bei der Unterstützung ihrer Lehrlinge. Konkret fordert der DIHK die neue Bundesregierung auf, die Voraussetzungen für die Ausbildung der Flüchtlinge zu verbessern. Diese sollten wie deutsche Jugendliche mit Abschluss des Ausbildungsvertrags die Möglichkeit bekommen, berufsvorbereitende Kurse zu besuchen und finanzielle Förderung zu bekommen. Auch sollten sie unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus die Garantie bekommen, ihre Lehre beenden und danach zwei Jahre in Deutschland arbeiten zu können. Verglichen mit der Gesamtzahl von jungen arbeitsfähigen Flüchtlingen ist die Zahl der Auszubildenden gering. Ende 2016 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit 142.000 arbeitslose Menschen unter 25 Jahre, die aus den Ländern stammen, aus denen die meisten Asylanträge gestellt werden. Die Zahl hat sich bis Ende 2017 auf rund 200.000 erhöht.

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