Technologie

Die Stolperfallen bei einer Flatrate

  • 8. März 2018, 16:19 Uhr
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mid Groß-Gerau - Bei einer Flatrate sollten Kunden in ihrem Vertrag unbedingt das Kleingedruckte lesen. Vodafone

Flatrates sind für viele Internet- und Telefonkunden ein digitales Schnäppchen. Zum Pauschalpreis ist eine unbegrenzte Nutzung von Telefonie, SMS und mobilem Internet möglich, ohne dass eine
zeit- oder volumenbasierte Abrechnung stattfindet, so die weitläufige Meinung. Das ist mitunter allerdings ein Trugschluss.


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Flatrates sind für viele Internet- und Telefonkunden ein digitales Schnäppchen. Zum Pauschalpreis ist eine unbegrenzte Nutzung von Telefonie, SMS und mobilem Internet möglich, ohne dass eine zeit- oder volumenbasierte Abrechnung stattfindet, so die weitläufige Meinung. Das ist mitunter allerdings ein Trugschluss, warnt jetzt Alexander Kuch vom Onlinemagazin teltarif.de.

Wieso das denn? "Obwohl im Festnetz, Mobilfunk und Internet heutzutage Flatrates die Regel sind und auch exzessiv beworben werden, stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass doch nicht alles inklusive ist, was der Kunde erwartet hat. Der Verbraucher bemerkt dies oft erst, wenn es bereits zu spät ist - also wenn der Vertrag abgeschlossen wurde und die ersten Rechnungen eintreffen", sagt der Experte.

Beispielsweise seien Telefonkonferenzdienste für Privat- und Geschäftskunden oft nicht mit dem Handy-Vertrag abgedeckt. Auch wenn diese Dienste damit werben, dass sie für ihre Einwahl keine Sonderrufnummern, sondern deutsche Festnetznummern verwenden. Doch bei vielen Telefon-Anbietern sind derartige Einwahlnummern im monatlichen Flatrate-Kontingent nicht enthalten. "Welche Rufnummern von Telefonkonferenzdiensten nicht mit dem eigenen Vertrag abgedeckt sind, können die Nutzer in speziellen Preis- oder Sperrlisten der Anbieter nachvollziehen - diese sind meist online zu finden. Wichtig: Die Listen werden regelmäßig aktualisiert und um weitere Nummern ergänzt", betont Kuch. Dieses Phänomen wird häufig bei der Bewerbung von Flatrates beziehungsweise beim Vertragsabschluss nicht kommuniziert.

Dass mobile Datenflatrates nach dem Erreichen eines gewissen Internet-Kontingents gedrosselt werden, kennen inzwischen viele Kunden. Bei einer Drosselung des mobilen Internets auf 56 kBit/s oder 64 kBit/s sind viele Internetdienste wie Textmessages, Text-Mails oder Webradio auch weiter nutzbar. Im Kleingedruckten vieler Provider ist aber mittlerweile von Drosselungen auf 32 kBit/s oder 16 kBit/s zu lesen, was ein faktisch abgeklemmtes Internet bedeutet, erläutern Experten. Mit dieser geringen Geschwindigkeit wird dann auch das Versenden von Textmessages schwierig und eine sinnvolle Nutzung des Internets ist nicht mehr möglich.

Die News Die Stolperfallen bei einer Flatrate wurde von Ralf Loweg/cid am 08.03.2018 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern Telekommunikation, Mobilität, Internet, Preise, Ratgeber abgelegt.

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