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Grünen-Chefin kritisiert "feministische Leerstellen" bei GroKo

  • 8. März 2018, 15:42 Uhr
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Koalitionsvertrag
dts

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Berlin - Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat am Internationalen Frauentag die Politik der künftigen großen Koalition kritisiert. Im Koalitionsvertrag stünden "ein paar ganz gute Dinge", sagte Baerbock "Zeit-Online".

Doch die geplante Ganztagsbetreuung etwa gebe es bisher "nur als Versprechen ohne Finanzierung". Außerdem werde ein so zentrales Thema wie eine Reform des Paragrafen 219a, der die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet, ausgeklammert. Die Politik müsse sich außerdem stärker dem Thema Gewalt gegen Frauen annehmen. "Es ist ein Armutszeugnis, dass Frauen, die davor fliehen, noch nicht einmal ausreichend Schutz bekommen, sondern auch in unserem reichen Land Frauenhäuser Frauen und Kinder abweisen müssen, weil sie keine freien Plätze haben", sagte Baerbock "Zeit-Online".

Baerbock kritisierte außerdem, dass bei Politikerinnen häufig das Aussehen oder das Alter kommentiert werde. "Während der Jamaika-Sondierungsgespräche hieß es zum Beispiel: `Die junge Frau Baerbock verhandelt Europa.` Niemand hat von dem `jungen Herrn Spahn` gesprochen." Dabei seien sie und der künftige Gesundheitsminister Spahn derselbe Jahrgang.

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