Wirtschaft

Daimler Financial Services AG: Rasanter Wechsel

  • 8. März 2018, 11:23 Uhr
Bildergalerie: Daimler Financial Services AG: Rasanter Wechsel
mid Groß-Gerau - Vom Fahrzeugfinanzierer zum Mobilitätsdienstleister: Mercedes-Benz Bank wächst mit neuen Produkten. Daimler

Im Geschäftsjahr 2017, zum 30-jährigen Bestehen des Unternehmens, verzeichnet die Mercedes-Benz Bank Rekordzahlen. Der Vertragsbestand, also der Wert aller finanzierten und verleasten Fahrzeuge, wuchs um zwölf Prozent auf 26,9 Milliarden Euro.

Anzeige


Im Geschäftsjahr 2017, zum 30-jährigen Bestehen des Unternehmens, verzeichnet die Mercedes-Benz Bank Rekordzahlen. Der Vertragsbestand, also der Wert aller finanzierten und verleasten Fahrzeuge, wuchs um zwölf Prozent auf 26,9 Milliarden Euro. Insgesamt stehen damit rund 970.000 Pkw, Lkw, Vans und Busse in den Büchern. Mittlerweile ist mehr als jedes zweite Fahrzeug von Daimler in Deutschland mit einem Vertrag der Mercedes-Benz Bank unterwegs.

"Früher lag unser Fokus auf der Finanzierung von Fahrzeugen, inzwischen geht es um alle Facetten automobiler Mobilität. Der Trend bei unseren Kunden geht zur Flexibilität bei der Fahrzeugnutzung und zur detaillierten Abrechnung, die mittels Telematik die tatsächliche Nutzung erfasst", so Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank AG und im Vorstand der Daimler Financial Services AG verantwortlich für das Geschäft in Europa.

Das Geschäft der Mercedes-Benz Bank wandelt sich rasant, weil sich auch die Kundenbedürfnisse stark verändern. Der klassische Autokredit ist längst einer Finanzierung mit flexiblem Vertragsende gewichen, mit der Möglichkeit, das Fahrzeug zurückzugeben, weiterzufinanzieren oder zu kaufen. Noch stärker hat sich das Leasing verändert. Aus Leasingraten wurden Flatrates, inklusive Versicherung und Wartung.

Zunehmend nachgefragt werden die Fahrzeugmiete und telematikbasierte Produkte. Gleichzeitig schreiten die Digitalisierung des Geschäfts und die Buchung über das Smartphone voran. "Zukünftig werden wir auch Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing in die Fahrzeugfinanzierung integrieren sowie Angebote speziell für elektrisch angetriebene Fahrzeuge machen", sagt Franz Reiner.

Im Herbst 2017 hat die Mercedes-Benz Bank ihre erste Telematik-Autoversicherung "InScore" auf den deutschen Markt gebracht. Kunden können die Höhe ihrer Versicherungsrate direkt über einen "Driver Score" beeinflussen, der sich aus Fahrstil, Fahrzeit und Strecke zusammensetzt. Das ermöglicht einen Nachlass von bis zu 30 Prozent im Vergleich zur herkömmlichen Rate. Die Daten zur Berechnung der Versicherungsprämie kommen über eine werksseitig verbaute Telematic Control Unit (TCU) direkt aus dem Fahrzeug. Zum Start war die Versicherung für die neue E-Klasse erhältlich und wird nun auf neue Baureihen von Mercedes-Benz ausgerollt.

Mit dem neuen Angebot "Mercedes me Flexperience" haben Kunden in Zukunft die Wahl, ein Jahr lang zu einer monatlich fixen Rate bis zu zwölf verschiedene Fahrzeuge zu fahren. Der Mietpreis umfasst sämtliche Kosten von Versicherung über Wartung und Reparaturen bis hin zu Reifen inklusive 36.000 Kilometern pro Jahr. Das neue Angebot basiert auf Mercedes-Benz Rent, dem Mietangebot der Mercedes-Benz Bank. Entwickelt und umgesetzt wurde das Gemeinschaftsprojekt von Daimler Financial Services und dem Lab1886, der Innovationsschmiede der Daimler AG.

Herzstück des Mobilitätsangebots ist eine App, mit der der Kunde das komplette Handling der Fahrzeuge rund um die Uhr digital abwickeln kann. Das reicht von der Auswahl seines "Traumwagens" bis hin zu Abholung und Rückgabe des Fahrzeugs. Der Pilotbetrieb startet in den nächsten Wochen mit zwei der größten Autohandelsgruppen innerhalb des deutschen Mercedes-Benz Cars Vertriebs, BERESA und LUEG.

Die News Daimler Financial Services AG: Rasanter Wechsel wurde von Marcel Sommer am 08.03.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Auto, Financial, Wirtschaft abgelegt.

Weitere Meldungen

Deutsche Bahn und GDL wollen am 3. Januar wieder verhandeln

Die Deutsche Bahn will sich im neuen Jahr mit der Lokführergewerkschaft GDL zu einer weiteren Tarifrunde treffen. Beide Seiten bestätigten am Mittwoch, dass sie am 3. Januar um

Mehr
Wirtschaftsweiser Schmidt kritisiert Pläne für Kohleausstieg

Berlin - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat die Klimapolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Wenn die Politik glaube, mit dem Ausstieg aus der

Mehr
EZB-Ratsmitglied Nowotny sorgt sich um deutsche Wirtschaft

Frankfurt/Main - Der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny fürchtet eine deutlichere Abschwächung der deutschen Wirtschaft und damit möglicherweise erhöhte Risiken für die

Mehr

Top Meldungen

Eigentümer und Wohnungswirtschaft fordern Grundsteuer-Abschaffung

Berlin - Der Streit um die Reform der Grundsteuer eskaliert: Jetzt fordern die Immobilienverbände GdW und Haus & Grund die vollständige Abschaffung. Der Einnahmeverlust der

Mehr
Umfrage: Die Hälfte der Verbraucher will kein vernetztes Zuhause

Die Hälfte der deutschen Verbraucher will einer Umfrage zufolge kein mit intelligenten Geräten vernetztes Zuhause. Nur neun Prozent würden auf jeden Fall sogenannte

Mehr
Bundesgerichtshof prüft Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung

Der Bundesgerichtshof (BGH) muss eine weitreichende Entscheidung zu Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung treffen. Der BGH befasste sich am Mittwoch mit dem

Mehr