Brennpunkte

Bericht: Bundeswehr mangelt es an einsatzbereiten Kampfpanzern

  • 15. Februar 2018, 03:09 Uhr
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Kampfpanzer Leopard 2
Bild: AFP

Deutschland hat einem Bericht zufolge große Probleme, seine Zusagen an die Nato zu erfüllen. Wie die Zeitung 'Welt' (Donnerstagsausgabe) berichtete, fehlt es an einsatzbereiten Kampfpanzern, wenn die Bundeswehr Anfang 2019 die Führung der multinationalen Eingreiftruppe übernehmen soll. Aus einem vertraulichen Papier des Verteidigungsministeriums gehe hervor, dass der für die Aufgabe vorgesehenen Panzerlehrbrigade derzeit nur neun von 44 vorgesehenen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 zur Verfügung stünden.

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Deutschland hat einem Bericht zufolge große Probleme, seine Zusagen an die Nato zu erfüllen. Wie die Zeitung "Welt" (Donnerstagsausgabe) berichtete, fehlt es an einsatzbereiten Kampfpanzern, wenn die Bundeswehr Anfang 2019 die Führung der multinationalen Eingreiftruppe (VJTF) übernehmen soll. Aus einem vertraulichen Papier des Verteidigungsministeriums gehe hervor, dass der für die Aufgabe vorgesehenen Panzerlehrbrigade 9 in Munster derzeit nur neun von 44 vorgesehenen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 zur Verfügung stünden.

Zudem seien von den 14 benötigten Schützenpanzern vom Typ Marder nur drei einsatzfähig. Gründe seien die mangelnde Versorgung mit Ersatzteilen und hoher Wartungsaufwand. Demnach fehlen auch Nachtsichtgeräte, Granatmaschinenwaffen, Unterstützungsfahrzeuge, Winterbekleidung und Schutzwesten. 

Dem "Welt"-Bericht zufolge ist auch die Luftwaffe nicht in der Lage, ihre Nato-Verpflichtungen zu erfüllen. So habe sich die Einsatzbereitschaft der Eurofighter, Tornado-Kampfjets und Transporthubschrauber CH-53 in den vergangenen drei Jahren weiter verschlechtert. 

Jedes dieser Waffensysteme steht der Truppe statistisch nur vier Monate im Jahr für Einsatz, Ausbildung und Übung zur Verfügung. Die anderen acht Monate bleiben die Flugzeuge wegen Reparaturen, Instandsetzung und Umrüstungen am Boden. "Die Lage ist in allen Teilstreitkräften ähnlich besorgniserregend", sagte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) der "Welt".

Die 5000 Soldaten der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) sind ständig in Alarmbereitschaft und sollen teils binnen 48 Stunden samt Ausrüstung und Waffen in Krisengebiete verlegt werden können. Diese Speerspitze ist Teil der Eingreiftruppe NATO Response Force (NRF).

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