Brennpunkte

Journalistin Tolu fordert mehr Druck der Bundesregierung im Fall Yücel

  • 14. Februar 2018, 07:48 Uhr
Bild vergrößern: Journalistin Tolu fordert mehr Druck der Bundesregierung im Fall Yücel
Tolu fordert mehr Druck der Bundesregierung im Fall Yücel
Bild: AFP

Die kürzlich aus türkischer Haft entlassene Journalistin Mesale Tolu fordert im Fall des inhaftierten 'Welt'-Korrespondenten Deniz Yücel mehr Druck auf Ankara durch die Bundesregierung. Berlin müsse 'klare Worte finden', sagte sie.

Anzeige

Anlässlich des ersten Jahrestages der Inhaftierung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel hat die kürzlich aus türkischer Haft entlassene deutsche Journalistin Mesale Tolu mehr Druck auf Ankara durch die Bundesregierung gefordert. "Die Bundesregierung muss klare Worte finden", sagte sie am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". "Bilaterale Gespräche und milde Töne bringen nichts", sagte Tolu, die im Dezember freigelassen worden war, die Türkei aber nicht verlassen darf und sich weiterhin Terrorvorwürfen ausgesetzt sieht.

Sie verwies darauf, dass die Untersuchungshaft in der Türkei inzwischen "zum Regelfall geworden" sei. Es handele sich um "eine Strafe vor der Bestrafung". "Die Bundesregierung muss mehr Druck ausüben", bekräftigte sie. Die Forderung nach mehr Rechtsstaatlichkeit und zügigeren Verfahren reiche nicht mehr aus.

Yücel werden wegen seiner Artikel zum Kurdenkonflikt und dem Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 "Volksverhetzung" und "Terrorpropaganda" vorgeworfen. Bis heute liegt aber keine Anklageschrift gegen ihn vor, ein Prozessbeginn ist nicht absehbar. Yücels Inhaftierung belastet die deutsch-türkischen Beziehungen massiv.

Die News Journalistin Tolu fordert mehr Druck der Bundesregierung im Fall Yücel wurde von AFP am 14.02.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern D, Türkei, Medien, Justiz, Menschenrechte abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Merkel sieht Verbindung von Flüchtlingsaufnahme und EU-Geldern nicht als Drohung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versteht ihren Plan, EU-Mittel an die Flüchtlingsaufnahme zu knüpfen, nicht als Drohung mit Ausgabenkürzungen an osteuropäische Staaten. Eine

Mehr
USA verlegen Botschaft in Israel schon im Mai nach Jerusalem

Die USA wollen ihre Botschaft in Israel schon im Mai von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Der Umzug solle zum 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung am 14. Mai erfolgen,

Mehr
Zwei Tote bei Schießerei im Zentrum von Zürich

Mitten in Zürich hat ein Mann am helllichten Tag eine Frau erschossen und sich anschließend das Leben genommen. Nach Polizeiangaben feuerte der 38-Jährige am frühen

Mehr

Top Meldungen

Volkswagen trotz Diesel-Skandals mit Rekord-Ergebnis

Wolfsburg - Trotz des Diesel-Skandals hat der Volkswagen-Konzern 2017 ein Rekord-Ergebnis erzielt. Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen auf 230,7 Milliarden Euro und lagen damit

Mehr
Verdi setzt Post mit weiteren Warnstreiks unter Druck

Im Tarifkonflikt mit der Post hat die Gewerkschaft Verdi ihrer Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn mit weiteren Warnstreiks Nachdruck verliehen. Nach Angaben der Gewerkschaft

Mehr
"Wirtschaftswoche": Tausende Klagen gegen Monsanto in den USA anhängig

In den USA sind einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge rund 2200 Klagen gegen den Saatguthersteller Monsanto wegen möglicher Krebsgefahr anhängig. Wie die Zeitung am Freitag

Mehr