Wirtschaft

Trump droht China mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium

  • 13. Februar 2018, 18:56 Uhr
Bild vergrößern: Trump droht China mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium
Stahlwerk in China
Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump hat China mit weiteren Strafzöllen oder anderen Handelssanktionen gedroht. Die US-Stahl- und Aluminiumbranche werde durch chinesische Dumping-Importe 'dezimiert', beklagte Trump am Dienstag in Washington.

Anzeige

US-Präsident Donald Trump hat China mit weiteren Strafzöllen oder anderen Handelssanktionen gedroht. Die US-Stahl- und Aluminiumbranche werde durch chinesische Dumping-Importe "dezimiert", beklagte Trump am Dienstag in Washington. Als Gegenmaßnahme ziehe er "alle Optionen" in Erwägung, darunter Strafzölle.

Trump hatte bereits am Vortag China sowie auch Japan und Südkorea wegen ihres Handelsüberschusses mit den USA hart attackiert. Diese Länder kämen in ihrem Handel mit den Vereinigten Staaten "mit Mord davon", sagte er. 

Auch wenn die US-Regierung zum Schutz der heimischen Stahlbranche derzeit primär die chinesischen Importe im Visier hat, gibt es in der Bundesregierung Sorgen, dass auch deutsche Stahlimporte zum Objekt von US-Strafzöllen werden könnten. Trump hat auch den deutschen Handelsüberschuss mit den USA in der Vergangenheit immer wieder kritisiert.

Im Januar hatte die US-Regierung bereits hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen aus China und Südkorea verhängt und damit empörte Reaktionen in beiden Ländern ausgelöst. Bei Solarmodulen betragen die Zölle bis zu 30 Prozent, bei Waschmaschinen sogar bis zu 50 Prozent.

Mit Seoul verhandelt die US-Regierung bereits über eine Neufassung des bilateralen Handelsabkommens von 2012. Die Trump-Regierung ist der Auffassung, dass das Abkommen unausgewogen ist und vor allem Südkorea nutzt.

Die Vereinbarung mit Südkorea sei ein "Desaster", sagte Trump am Dienstag. Wenn in den Neuverhandlungen kein "fairer Deal" zustande komme, wolle er das Abkommen beerdigen, drohte er.

ANZEIGE

Die News Trump droht China mit Strafzöllen auf Stahl und Aluminium wurde von AFP am 13.02.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, USA, China, Südkorea, Handel, Stahl, Präsident abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Bericht: Erstmals weibliche Doppelspitze im Aufsichtsrat eines Dax-Konzerns

Premiere bei einem Dax-Konzern: Als erstes der 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland hat der Konsumgüter-Hersteller Henkel laut einem Medienbericht eine weibliche

Mehr
Bericht: CO2-Emissionen von Neuwagen in der EU steigen wieder an

Die CO2-Emissionen von Neuwagen sind einem Medienbericht zufolge in der EU wieder angestiegen. Im europaweiten Durchschnitt sei der Ausstoß des Treibhausgases bei Neuwagen im

Mehr
Protest gegen Axel Springer Award für Amazon-Chef Bezos

Mehrere hundert Amazon-Beschäftigte wollen am Dienstagabend in Berlin gegen die Verleihung des Axel Springer Award an Konzernchef Jeff Bezos protestieren (ab 18.00 Uhr). Verliehen

Mehr

Top Meldungen

Protestkundgebung der Opel-Beschäftigten in Eisenach

Im Streit um die Sanierung bei Opel sind die Beschäftigten am Dienstag zu einer Protestkundgebung und Betriebsversammlung am Standort Eisenach aufgerufen (ab 13.00 Uhr).

Mehr
C02-Emissionen von neuen Pkw steigen wieder

Berlin - Alarmierende Bilanz für die Autoindustrie in Deutschland und Europa: Der jahrelange Rückgang der CO2-Emissionen bei neuen Pkw ist in der EU 2017 zum Stillstand gekommen

Mehr
Deutschland hat durch Niedrigzinsen 162 Milliarden Euro gespart

Berlin - Der Bund hat seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 insgesamt 162 Milliarden Euro an Zinsausgaben gespart. Das berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) unter Berufung

Mehr