Wirtschaft

Wenige Praxen und Kliniken auf Gesundheitskarte vorbereitet

  • 13. Februar 2018, 05:00 Uhr
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Berlin - Erst zwei Prozent der rund 200.000 deutschen Praxen und Kliniken erfüllen die technischen Voraussetzungen für die Umstellung auf die elektronische Gesundheitskarte. "Der derzeitige Installationsstand beträgt bundesweit circa 4.000 Praxen, davon 1.900 Zahnarztpraxen", heißt es in einem Positionspapier der Kassenzahnärtlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL), aus dem die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Dienstagausgaben) zitieren.

Hauptgrund für die Zurückhaltung sei ein Streit um die Finanzierung der neuen Technik. Die bisherige Finanzierungsvereinbarung zwischen Ärzten und Kassen sieht vor, dass Praxen nur dann die vollen Anschaffungskosten in Höhe von 3.245 Euro zurückbekommen, wenn sie bis Ende Juni die neue Telematikinfrastruktur installiert haben. Schaffen sie dies nicht, erhalten sie ab Juli nur noch einen Ausgleich in Höhe von 2.055 Euro. "Da sich die Angebote der Zugangsdienstleister nicht ändern werden, entsteht jeder Praxis ab dem 3. Quartal 2018 mindestens ein Verlust in Höhe von 1.190 Euro", warnt die KZVWL. Bundesweit könnten dadurch für Ärzte und Kliniken Verluste von mehr als 200 Millionen Euro entstehen.


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