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Führende SPD-Politiker loben Schulz-Rückzug

  • 9. Februar 2018, 15:57 Uhr
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Martin Schulz
dts

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Berlin - Führende SPD-Politiker haben den Verzicht von Martin Schulz (SPD) auf das Auswärtige Amt gelobt. Die Fraktionschefin Andrea Nahles sagte am Freitag: "Die Entscheidung von Martin Schulz verdient höchsten Respekt und Anerkennung."

Mit Schulz an der Spitze habe die SPD einen großen Verhandlungserfolg erzielt. "Er selbst hat einen Durchbruch für eine neue Europapolitik erreicht. Das ist eine große Leistung, die weit über die Grenzen unseres Landes Anerkennung gefunden hat", so die SPD-Politikerin. "Wir alle wissen daher, wie schwer ihm diese Entscheidung nun gefallen ist, sich persönlich zurück zu nehmen. Das zeugt von beachtlicher menschlicher Größe. Vor uns liegt nun der Mitgliederentscheid der SPD. Ich gehe davon aus, dass wir uns jetzt voll und ganz auf die inhaltliche Debatte konzentrieren", so Nahles.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den Verzicht von Schulz auf das Amt des Außenministers ebenfalls gelobt, hält den Schritt aber für zu spät.

"Ich halte seine Entscheidung für völlig richtig", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dem "Handelsblatt". "Früher wäre besser gewesen: Für ihn persönlich, die SPD und die Wahrnehmung von Politik in der Öffentlichkeit." Johannes Kahrs sprach sich dafür aus, dass Sigmar Gabriel nun Außenminister bleiben solle. "Sigmar Gabriel ist ein sehr guter Außenminister." Er solle Außenminister bleiben. "Alles andere würde ich jetzt nicht mehr verstehen", sagte Kahrs, der Chef des konservativen Seeheimer Kreises ist, dem "Handelsblatt". In Nordrhein-Westfalen hofft man, dass mit dem Schritt von Martin Schulz sich die Debatte beruhigt. "Wir haben einen inhaltlich guten Koalitionsvertrag ausverhandelt, und um dessen Inhalte es vor dem Mitgliedentscheid gehen sollte", sagte Michael Groß, der Sprecher der SPD-Ruhrgebiets-Abgeordneten im Bundestag ist, dem "Handelsblatt". Groß forderte nach der erneuten Wechsel an der Parteispitze eine stärkere Beteiligung der Mitglieder. "An der Basis ist die Unzufriedenheit über den erneuten plötzlichen Wechsel an der Parteispitze groß", sagte Groß. "Wir müssen grundsätzlich überlegen, wie die Wahl des Parteivorsitzenden künftig transparenter gestaltet werden kann. Es muss auch Entscheidungsprozesse unter Beteiligung der Mitglieder geben, und nicht nur Entscheidungen."

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