Politik

Städtetag bezeichnet Lohnforderung in aktueller Tarifrunde als unerfüllbar

  • 9. Februar 2018, 10:39 Uhr
Bild vergrößern: Städtetag bezeichnet Lohnforderung in aktueller Tarifrunde als unerfüllbar
Verdi-Kundegebung vor dem Bezirksamt Mitte in Hamburg
Bild: AFP

Der Deutsche Städtetag hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnsteigerungen von sechs Prozent für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unerfüllbar bezeichnet. Viele Städte stünden finanziell 'mit dem Rücken zu Wand', hieß es.

Anzeige

Der Deutsche Städtetag hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnsteigerungen von sechs Prozent für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unerfüllbar bezeichnet. Viele Städte stünden finanziell "mit dem Rücken zu Wand", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Spitzenverbands, Verena Göppert, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag.

Der Wunsch sei zwar "nachvollziehbar". Auch die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes sollten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland teilhaben. Aber die Kassenlage der Städte lasse "eine Steigerung der Personalkosten nur in begrenztem Maße zu".

Verdi-Chef Frank Bsirske bekräftigte dagegen die Forderung der Gewerkschaften für die 2,35 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen. "Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen durchsetzen", sagte er der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. Die Wirtschaft vermelde "Festtagsstimmung". Daran sollten auch Arbeitnehmer teilhaben, nicht nur Aktionäre. Im öffentlichen Dienst gebe es beim Lohn "Nachholbedarf".

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern für die Beschäftigten von Kommunen und Bund sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat. Darauf verständigten sich Verdi, der dbb-Beamtenbund, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Donnerstag. Die Tarifrunde beginnt am 26. Februar in Potsdam.

Die News Städtetag bezeichnet Lohnforderung in aktueller Tarifrunde als unerfüllbar wurde von AFP am 09.02.2018 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern ÜBERSICHT, D, Öffentlicher Dienst, Gewerkschaften, Tarife abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Australischer Vize-Regierungschef Joyce tritt zurück

Der australische Vize-Regierungschef Barnaby Joyce hat wegen einer Affäre mit einer von ihm geschwängerten ehemaligen Mitarbeiterin und einer anonymen Beschuldigung der sexuellen

Mehr
Deutscher Staat erzielte im vergangenen Jahr Überschuss von 36,6 Milliarden Euro

Der deutsche Staat hat im vorigen Jahr einen Überschuss von rund 36,6 Milliarden Euro erzielt. Das sei absolut gesehen das größte Plus seit der Wiedervereinigung, teilte

Mehr
May äußert sich kommende Woche zu Partnerschaft mit EU nach dem Brexit

Die britische Premierministerin Theresa May wird sich kommende Woche in einer Rede zur Partnerschaft ihres Landes mit der EU nach dem Brexit äußern. Das teilte Mays Büro nach

Mehr

Top Meldungen

Weltgrößter Staatsfonds optimistisch für deutsche Autobauer

Oslo - Der Vorstandschef des staatlichen norwegischen Pensionsfonds der Norges Bank (NBIM), Yngve Slyngstad, ist optimistisch, dass die deutschen Autohersteller die Umbrüche in

Mehr
Staat erzielt höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung

Berlin - Der Finanzierungsüberschuss des Staates betrug im Jahr 2017 genau 36,6 Milliarden Euro, so viel wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Den höchsten

Mehr
Norweger wollen mehr in deutschen Mittelstand investieren

Oslo - Der norwegische Staatsfonds will seine Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in Deutschland in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Dem Nachrichtenmagazin Focus

Mehr