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Zeitungsverleger: Facebook soll Medien für Inhalte bezahlen

  • 23. Januar 2018, 15:53 Uhr
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Facebook-Logo im kalifornischen Menlo Park
Bild: AFP

Die Forderung von Rupert Murdoch, dass Facebook für die Verbreitung von Medieninhalten bezahlen sollte, stößt beim  Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger auf Zustimmung. Es sei 'erfreulich', dass Murdoch die Schieflage so deutlich anprangere.

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Die Forderung des Medienunternehmers Rupert Murdoch, dass Facebook und andere Internet-Plattformen für die  Verbreitung von Medieninhalten bezahlen sollten, stößt beim  Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf Zustimmung. Es sei "erfreulich", dass Murdoch eine nicht akzeptable Schieflage so deutlich anprangere, erklärte eine Sprecherin am Dienstag. Der Verband kritisiere seit Jahren, dass Anbieter wie Facebook und Google aufwendig erstellte Inhalte einsetzten, "ohne dass die Verlage finanziell davon profitieren".

Anlass war die Ankündigung des Online-Netzwerks Facebook, künftig verstärkt diejenigen Nachrichten für den Newsfeed seiner Nutzer zu bevorzugen, die von diesen als "vertrauenswürdig" eingestuft werden. Murdoch hatte daraufhin gefordert,  dass Facebook und andere Onlineplattformen künftig für die Verbreitung verlässlicher Nachrichteninhalte eine Gebühr bezahlen sollten. Denn die Verlage vergrößerten durch ihre Nachrichten "den Wert und die Integrität von Facebook". Für ihre Dienstleistungen würden sie aber "nicht angemessen bezahlt". 

"Zeitungen und Zeitschriften genießen in Deutschland eine hohe Glaubwürdigkeit", erklärte dazu der BDZV. Davon profitierten die Plattformanbieter nicht nur inhaltlich, sondern auch mit einem "Zugewinn an Image". Eine "faire Vergütung" sei deshalb mehr als überfällig.

Die News Zeitungsverleger: Facebook soll Medien für Inhalte bezahlen wurde von AFP am 23.01.2018 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern D, USA, Internet, Medien, Unternehmen abgelegt.

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