Wirtschaft

Studie: Weibliche Vorstände verdienen weniger als Männer

  • 17. Dezember 2017, 11:33 Uhr
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Berlin - In den Vorständen und Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen in Deutschland klafft eine Gehaltslücke zwischen Mann und Frau. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, welche die Boston Consulting Group (BCG) für das "Manager Magazin" erstellt hat.

Über alle Unternehmen gerechnet, erhält ein weiblicher Vorstand 2,1 Millionen Euro, gut 30 Prozent weniger als die durchschnittliche Vergütung eines männlichen Kollegen (3,1 Millionen Euro). Rechnet man die meist von Männern besetzte Position des CEO nicht mit, verringert sich die "Gender Pay Gap" auf 22 Prozent. Eine Aufsichtsrätin kassiert im Schnitt 95.000 Euro, ihr männlicher Kollege 119.000 Euro, also 25 Prozent mehr. Vergleicht man allein die "einfachen" Kontrolleure, beträgt der Verdienstabstand noch elf Prozent.

Teils fällt sogar das Sitzungsgeld für das weibliche Geschlecht geringer aus, weil Frauen in weniger Ausschüssen sitzen. Die "Gender Pay Gap" im Topmanagement korrespondiert mit der Gehaltslücke bei den Durchschnittsverdienern. Laut EU liegt die gesamtwirtschaftliche Lohndifferenz hierzulande zwischen Männern und Frauen bei 22 Prozent.

Die News Studie: Weibliche Vorstände verdienen weniger als Männer wurde von dts am 17.12.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, Unternehmen, Gesellschaft abgelegt.

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