Wirtschaft

Insolvenzverwalter: Fast alle Niki-Passagiere sollen entschädigt werden

  • 14. Dezember 2017, 16:43 Uhr
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Insolvenzverwalter: Fast alle Niki-Passagiere sollen entschädigt werden
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Gute Nachrichten für die Kunden des insolventen Ferienfliegers Niki: Fast alle Flugreisenden sollen den gezahlten Flugpreis zurückerhalten oder umgebucht werden, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag mitteilte.

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Gute Nachrichten für die Kunden des insolventen Ferienfliegers Niki: Fast alle Flugreisenden sollen den gezahlten Flugpreis zurückerhalten oder umgebucht werden, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag mitteilte. Demnach sollen alle Kunden, die seit dem Insolvenzantrag der Niki-Muttergesellschaft Air Berlin Mitte August Flüge direkt bei der österreichischen Airline gekauft haben, den Reisepreis voraussichtlich voll erstattet bekommen.

Das betrifft etwa 200.000 Tickets mit Reisezeitraum bis Ende Oktober 2018, wie Flöther mitteilte. Weitere 210.000 Tickets wurden demnach über Reiseveranstalter gebucht. Diese Tickets müssen die jeweiligen Veranstalter automatisch umbuchen. Dafür sollen sich die Passagiere laut Flöther mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen.

Durch den Insolvenzantrag am Mittwoch haben alle ausgestellten und bezahlten Niki-Flugtickets ihre Gültigkeit verloren. Am Donnerstag stellte die Fluglinie den Betrieb ein. Nach der Air-Berlin-Pleite wollte die Lufthansa den Ferienflieger eigentlich kaufen. Deshalb hielt sie ihn mit zehn Millionen Euro pro Woche in der Luft. Am Mittwoch verzichtete die Lufthansa aber wegen der starken Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission auf den Kauf.

Für die 15.500 Passagiere mit Buchungszeitraum bis 31. Dezember 2017, die ihren Flug direkt bei Niki gebucht haben und sich an ihrem Reiseziel im Ausland befinden, haben mehrere Fluggesellschaften eine Rückholaktion organisiert. Betroffene bekommen laut Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) kurzfristig Sonderkonditionen für noch verfügbare Sitzplätze in Rückflügen. 

Die Betroffenen können sich an die Informationsschalter der Fluglinien an den Flughäfen oder an die Telefon-Hotlines wenden. An der Aktion nehmen Condor, Eurowings, Germania, Tuifly, die Lufthansa und ihre Töchter Austrian Airlines und Swiss teil.

Zuvor hatte Flöther Betroffenen keine großen Hoffnungen gemacht: Angesichts der wirtschaftlichen Lage von Niki seien die Aussichten auf eine nennenswerte Rückzahlung äußerst gering, hatte er in einer früheren Mitteilung erklärt.

Die News Insolvenzverwalter: Fast alle Niki-Passagiere sollen entschädigt werden wurde von AFP am 14.12.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, Luftfahrt, Unternehmen, Insolvenzen abgelegt.

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