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Regionalliga schlägt Zuschauerausschluss bei Chinas U 20 vor

  • 7. Dezember 2017, 18:45 Uhr
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Frankfurt/Main - Die Regionalliga Südwest hat im Streit um die Testspiele von Chinas U-20-Nationalmannschaft einen umstrittenen Lösungsvorschlag präsentiert. "Die Testspiele ohne Publikum stattfinden zu lassen, halte ich für einen pragmatischen Ansatz. Das wäre auch nichts Ungewöhnliches", sagte Christopher Fiori, Geschäftsführer von Kickers Offenbach, der "Welt" (Freitagsausgabe).

So ließe sich der erneute Protest von Menschenrechtsaktivisten mit Tibet-Fahnen zumindest im Stadion verhindern. Giuseppe Lepore, Geschäftsführer von Wormatia Worms und Sprecher der Regionalliga Südwest, bestätigte: "Das ist eine Idee, die im Raum steht. Wir müssen mit dem DFB jetzt darüber sprechen, ob das eine gute Möglichkeit ist."

Die ursprünglich auf 16 Partien angelegte Testspielreihe sollte den teilnehmenden Regionalligisten jeweils 15.000 Euro Antrittsprämie einbringen. Nach einem Eklat im ersten Spiel waren die restlichen Partien bis auf Weiteres ausgesetzt worden, Chinas Team war wenige Tage später aus Deutschland abgereist. Da der DFB bislang keine Einigung über eine Fortführung des Projekts mit den chinesischen Partnern erzielen konnte, traten nun die Regionalligavereine auf den Plan. Es sei aus Sicht der Regionalligisten der "einzig denkbare Weg, die Chinesen doch noch zum Einlenken zu bewegen", sagte Fiori.

Allerdings würde man damit die Meinungsfreiheit schon von vornherein einschränken. "Natürlich wäre das dann der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich einigt", so der Kickers-Geschäftsführer. Beim Verband stößt der Vorschlag eines möglichen Zuschauerausschlusses zumindest nicht auf Ablehnung. "Wir machen uns viele Gedanken. Aber es gibt sicherlich auch noch andere Möglichkeiten, diese muss man jetzt in Ruhe ausloten", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann der "Welt". "Uns ist es bewusst, dass es eine Herausforderung ist, die Positionen zusammenzubringen. Wobei es uns auch wichtig ist, dass der Fußball nicht nur in diesem Fall, sondern generell nicht als Projektionsfläche für Proteste genutzt wird, die von Beteiligten als verletzend empfunden werden."

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