Technologie

Wenn das Spielzeug zu gut zuhört

  • 7. Dezember 2017, 17:09 Uhr
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cid Groß-Gerau - Spielzeug mit Mikro und Internetzugang muss entsprechend vor fremden Zugriff geschützt sein. beear / Pixabay.com / CC0

Welchem Kind ist nicht das Plüschtier oder die Puppe ein verschwiegener Zuhörer? Das ist auch im Grunde genommen gar kein Problem. Es sei denn, es handelt sich um 'intelligentes' Spielzeug, ausgestattet mit Mikro und Internetzugang - denn dann kann es sein, dass auch andere mitbekommen, was bei der Teeparty alles getuschelt wird.

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Welchem Kind ist nicht das Plüschtier oder die Puppe ein verschwiegener Zuhörer? Das ist auch im Grunde genommen gar kein Problem. Es sei denn, es handelt sich um "intelligentes" Spielzeug, ausgestattet mit Mikro und Internetzugang - denn dann kann es sein, dass auch andere mitbekommen, was bei der Teeparty alles getuschelt wird. Verbraucherschützer warnen davor, arglos "Smart Toys" zu kaufen oder zu verschenken. "Die Technologie, die in solchen Spielzeugen verbaut ist, kann die Privatsphäre und die Sicherheit von Kindern gefährden", sagt Katharina Grasl, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Das bedeutet nicht, dass alle "Smart Toys" unsicher sind. Wichtig ist, dass die aufgebaute Verbindung zwischen Smartphone und Internet ausreichend gesichert ist. Ansonsten könnten die vernetzten Spielzeuge Hackern als Einfallstor ins Heimnetz ermöglichen. Richtig gruselig könnte es werden, wenn Fremde Zugriff auf das Spielzeug erhalten und so mit dem Kind kommunizieren. "Eltern und Großeltern sollten daher vor dem Kauf von Smart Toys genau prüfen, welche Funktionen das Spielzeug hat", betont Verbraucherschützerin Katharina Grasl.

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Die News Wenn das Spielzeug zu gut zuhört wurde von Steve Schmit/cid am 07.12.2017 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern Internet, Kinder, Datenschutz abgelegt.

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