Brennpunkte

Signalprobleme auf Unglücksstrecke bei Meerbusch offenbar keine Ausnahme

  • 7. Dezember 2017, 10:57 Uhr
Bild vergrößern: Signalprobleme auf Unglücksstrecke bei Meerbusch offenbar keine Ausnahme
Die Unglücksstelle bei Meerbusch
Bild: AFP

Auf der Strecke des schweren Zugunglücks von Meerbusch hat es offenbar immer wieder Probleme mit der Signaltechnik gegeben. Pendler berichteten, der Lokführer habe kurz vor dem Unglück auf freier Strecke gehalten, um auf die Freigabe zu warten.

Anzeige

Auf der Strecke des schweren Zugunglücks von Meerbusch mit mehr als 40 Verletzten hat es nach Angaben von Pendlern immer wieder Probleme mit der Signaltechnik gegeben. "Signalstörungen gehören seit Jahren gerade in diesem Abschnitt zum Alltag", sagte die Sprecherin Stadt Köln, Ingrid Schürmann, die in dem Unglückszug saß, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Donnerstag.

Bei Signalstörungen muss der Fahrdienstleiter die Strecke per Fahrbefehl eigens freigeben. Pendler berichteten der Zeitung, dass der Lokführer auch kurz vor dem Unglück auf freier Strecke gehalten und den Reisenden mitgeteilt habe, er müsse noch auf die Freigabe warten.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchungen hatte am Mittwoch geäußert, dass der Güterzug vor einem Signal auf die Weiterfahrt gewartet habe und der Regionalzug diesen Gleisabschnitt nicht hätte befahren dürfen. Die Behörde prüft nun, ob etwa Signale falsch geschaltet waren oder vom Lokführer übersehen wurden.

Die News Signalprobleme auf Unglücksstrecke bei Meerbusch offenbar keine Ausnahme wurde von AFP am 07.12.2017 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern D, Nordrhein, Westfalen, Unglücke, Bahn abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Bericht: Jeder zweite "Gefährder" ungefährlich

Berlin - Von fast der Hälfte der etwa 720 in Deutschland als Gefährder eingestuften radikalen Islamisten geht womöglich kein besonderes terroristisches Risiko aus. Dies ist nach

Mehr
Handel will härtere Strafen für Ladendiebe

Berlin - Der Handel fordert härtere Strafen für Ladendiebe. Die Mindeststrafe solle von derzeit drei Monaten auf ein Jahr Gefängnis heraufgesetzt werden, sagte Peter Schröder,

Mehr
Zehntausende protestieren in Jakarta gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung

Die Proteste gegen die Jerusalem-Entscheidung der USA reißen nicht ab. In Jakarta demonstrierten am Sonntag über 80.000 Indonesier gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt

Mehr

Top Meldungen

Versicherer: Keine Hoffnung mehr auf Infrastrukturprojekte

Berlin - Die Hoffnung der Versicherer, sich an Infrastrukturprojekten in Deutschland zu beteiligen, haben sich weitgehend zerschlagen. "Wenn ich die politische Landschaft richtig

Mehr
Studie: Weibliche Vorstände verdienen weniger als Männer

Berlin - In den Vorständen und Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen in Deutschland klafft eine Gehaltslücke zwischen Mann und Frau. Dies ist das zentrale Ergebnis einer

Mehr
BER-Aufsichtsratschef: Neuer Starttermin kann gehalten werden

Berlin - Der Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), Rainer Bretschneider, geht davon aus, dass der neue Starttermin für den Flughafen BER im Herbst

Mehr