Wirtschaft

Gesamtmetall-Präsident bleibt im Streit über 28-Stunden-Woche hart

  • 4. Dezember 2017, 05:00 Uhr

.

Anzeige

Berlin - Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, bleibt im Streit mit der IG Metall über eine 28-Stunden-Woche in der Metall- und Elektroindustrie mit teilweisem Lohnausgleich hart. "Wer mehr arbeitet, verdient mehr. Wer weniger arbeitet, verdient weniger. Daran werden wir nicht rütteln", sagte Dulger den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Montagsausgaben).

"Mehr Geld fürs Nichtstun wird es mit uns nicht geben." Am kommenden Mittwoch beginnt die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.

Dulger sagte, die Beschäftigten sollten "fair an den Erfolgen der Unternehmen beteiligt" werden. "Bei den Entgelten werden wir uns auch diesmal mit der IG Metall irgendwie einigen können", so der Gesamtmetall-Präsident. "Die Gewerkschaft hat aber das Thema Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich auf den Tisch gepackt. Und deshalb kann es durchaus die härteste Tarifrunde der letzten Jahrzehnte werden."

Dulger beklagte, dass die Gewerkschaft in allen Bezirken nicht allein den Entgelt-, sondern auch den Manteltarifvertrag gekündigt habe. "Das macht alles nur noch komplizierter, weil da eine Fülle von Regelungen neu zur Diskussion stehen", sagte er. Über den Mantelvertrag sei zum letzten Mal 1986 verhandelt worden: "Die IG Metall hat die Büchse der Pandora geöffnet. Das macht eine Einigung sehr viel schwieriger und die Verhandlungen langwieriger, als es nötig gewesen wäre."

ANZEIGE

Die News Gesamtmetall-Präsident bleibt im Streit über 28-Stunden-Woche hart wurde von dts am 04.12.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, Arbeitsmarkt, Unternehmen, Industrie abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

ZEW-Konjunkturerwartungen bleiben im Mai unverändert

Mannheim - Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Mai nicht verändert. Der entsprechende Index bleibt bei

Mehr
Inflationsrate im April bei 1,6 Prozent

Wiesbaden - Die Inflationsrate in Deutschland wird im April 2018 voraussichtlich 1,6 Prozent betragen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden

Mehr
Arbeitslosenzahl im April gesunken

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen ist im April weiter gesunken, und zwar um 185.000 auf 2.384.000 Personen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mit.

Mehr

Top Meldungen

Mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63

Berlin - Die Zahl der Anträge auf die Rente mit 63 ist im April erstmals auf über eine Million gestiegen. Das berichtet die "Bild" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Zahlen

Mehr
Trump erwägt neue Zölle auf Auto-Importe

Washington - Die Trump-Regierung erwägt, neue Zölle auf importierte Autos zu erheben. Das berichtet das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Laut des Berichts soll dieselbe

Mehr
Türkische Zentralbank hebt wichtigen Zinssatz an

Nach langem Widerstand von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Zentralbank am Mittwoch einen ihrer Leitzinssätze angehoben. Bei einer außerordentlichen Sitzung

Mehr