Wirtschaft

Foodwatch: Protein-Lebensmittel meist überteuert und überflüssig

  • 17. November 2017, 16:12 Uhr
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Foodwatch: Protein-Produkte oft überteuert und nutzlos
Bild: AFP

Hersteller fügen Produkten zusätzlich Protein hinzu, um sie als 'sportlich-gesunde' Lebensmittel zu vermarkten und teurer zu verkaufen, wie die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert. Dabei ist das zusätzliche Eiweiß oft nicht nötig.

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Viele Lebensmittelhersteller fügen der Verbraucherorganisation Foodwatch zufolge ihren Produkten zusätzlich Protein hinzu, um sie als "sportlich-gesunde" Lebensmittel zu vermarkten und teurer zu verkaufen. Dabei sei das zusätzliche Eiweiß meist völlig überflüssig, kritisierte Foodwatch am Freitag. Auch sportliche Erwachsene könnten die von Experten empfohlene Proteinmenge problemlos durch eine ausgewogene Ernährung aufnehmen.

Die Hersteller würden zum Teil erheblich höhere Preise verlangen, kritisierte die Verbraucherorganisation. So koste das "Proteinreiche Knuspermüsli" von Dr. Oetker mehr als doppelt so viel wie die klassische Müsli-Variante. Die Molkerei Bauer vermarkte ihren "Protein Drink Vanille" als sportliches Getränk für eine "fitnessorientierte und alltagsaktive Zielgruppe" - und schlage im Vergleich zu herkömmlicher Marken-Vanillemilch preislich ordentlich drauf.

"Der Protein-Trend ist eine überflüssige Marketing-Masche, die Verbraucherinnen und Verbraucher teuer bezahlen", erklärte Sophie Unger von Foodwatch. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung haben selbst Breitensportler, die vier bis fünf Mal die Woche Sport treiben, keinen erhöhten Proteinbedarf.

Die News Foodwatch: Protein-Lebensmittel meist überteuert und überflüssig wurde von AFP am 17.11.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, Lebensmittel, Verbraucher, Werbung abgelegt.

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