Wirtschaft

Göring-Eckardt schlägt für Kohleausstieg Strukturfonds vor

  • 15. November 2017, 07:11 Uhr
Bild vergrößern: Göring-Eckardt schlägt für Kohleausstieg Strukturfonds vor
Katrin Göring-Eckardt
dts

.

Anzeige

Berlin - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat im Ringen um einen Jamaika-Kompromiss für den Kohleausstieg einen Strukturfonds für die betroffenen Beschäftigten und Regionen vorgeschlagen. Beim Kohleausstieg handele es sich um einen schwierigen und langwierigen Transformationsprozess, sagte Göring-Eckardt der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

"Es braucht einen Strukturfonds und echte Unterstützung für Kohleregionen von der Lausitz bis zum Ruhrgebiet." Union, FDP und Grüne müssten sich jetzt einig darüber werden, wie groß die Einsparsumme an Millionen Tonnen Treibhausgas bis 2020 sein müsse. "Mit nur 66 Millionen Tonnen weniger CO2, wie es die anderen vorschlagen, werden wir das Klimaziel 2020 sehr deutlich verfehlen. Es müssen mindestens 90 Millionen Tonnen sein", sagte Göring-Eckardt.

Jetzt sei es Zeit für alle, Kompromisse zu machen. Braunkohlekraftwerke "mit einer Leistung von mindestens acht Gigawatt" müssten abgeschaltet werden. Der Kohleausstieg dürfe "nicht als eine Art Selbstverpflichtung der Kraftwerksbetreiber organisiert werden", weil dies zu unverbindlich sei. "Wir haben für unsere Klimapolitik im Übrigen die Mehrheit der Bevölkerung hinter uns. Das zeigen aktuelle Umfragen, sogar die Menschen in den Bundesländern mit Kohleabbau sind mehrheitlich für den Kohleausstieg", sagte die Grünen-Politikerin.


ANZEIGE

Die News Göring-Eckardt schlägt für Kohleausstieg Strukturfonds vor wurde von dts am 15.11.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Umweltschutz, Energie abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Löhne angesichts des Arbeitskräftemangels laut Bundesbank nur moderat gestiegen

Die Löhne in Deutschland sind angesichts des aktuellen Wirtschaftsbooms nur moderat gestiegen. Dennoch war der Lohnanstieg höher als in der letzten Boomphase vor der Finanzkrise

Mehr
Amazon-Beschäftigte protestieren am Dienstag gegen Konzernchef Bezos

Im Streit um eine Tarifbindung beim Onlinehändler Amazon wollen am Dienstag mehrere hundert Beschäftigte gegen eine Preisverleihung für Amazon-Chef Jeff Bezos in Berlin

Mehr
China ist gutes Pflaster für deutsche Automobilindustrie


Vom 27. April bis zum 4. Mai dreht sich in Peking alles ums Auto. Für deutsche Hersteller und Zulieferer ist China ein gutes Pflaster. Das Wachstum liege über dem

Mehr

Top Meldungen

Deutschland hat durch Niedrigzinsen 162 Milliarden Euro gespart

Berlin - Der Bund hat seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 insgesamt 162 Milliarden Euro an Zinsausgaben gespart. Das berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) unter Berufung

Mehr
Experten: Riestern wirft kaum noch Rendite ab

Die Riester-Rente ist in ihrer derzeitigen Ausgestaltung wegen der niedrigen Zinsen nicht mehr zeitgemäß und wirft kaum Rendite ab. Kunden, die bereit seien, ein höheres Risiko

Mehr
Verdi ruft zu Streiks bei Amazon in Leipzig auf

Im Streit um eine Tarifbindung beim Onlinehändler Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten in Leipzig für Montag zum Streik aufgerufen. "Die

Mehr