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Kommunen: Nicht nur auf teure Glasfaserleitungen setzen

  • 15. November 2017, 05:00 Uhr
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Berlin - Deutschlands Kommunen warnen die Jamaika-Sondierer, beim Breitbandausbau nur auf teure Glasfaserleitungen zu setzen: "Dies birgt die Gefahr, dass zunächst die wirtschaftlich rentablen Ballungsgebiete versorgt werden. Wir befürchten, dass sich die bereits bestehende digitale Spaltung dann noch weiter vertiefen würde", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochsausgabe).

"Wir haben derzeit weder die notwendigen Finanzmittel in Höhe von rund 80 Milliarden Euro noch die notwendigen Baukapazitäten, um dieses Vorhaben schnell umzusetzen." Ein flächendeckender Anschluss von Wohnungen und Gebäuden an Glasfaserleitungen würde laut DStGB mindestens 15 bis 20 Jahre in Anspruch nehmen. "So lange können die ländlichen Regionen nicht auf eine Verbesserung der Versorgungslage warten." Der Städte- und Gemeindebund fordert, auf die Kombination von Festnetz und Mobilfunk mit dem neuen Standard 5G zu setzen, was neue Möglichkeiten eröffne. "Ziel muss es sein, die Bandbreiten flächendeckend zu erhöhen, anstatt eine Hochleistungsversorgung für wenige anzustreben", sagte der Städtebund-Hauptgeschäftsführer. "Wir warnen davor, das Wünschenswerte mit dem Machbaren zu verwechseln. Bei der Breitbandversorgung muss der Grundsatz `Flächendeckung vor Hochgeschwindigkeit` gelten", erklärte Landsberg weiter. "Deutschland muss sich auf den Weg in die Gigabit-Zukunft machen, ohne dabei große Teile der Bevölkerung unterwegs zurückzulassen." Es seien gerade die ländlichen Regionen, die vielfach nicht ausreichend oder gar nicht mit Breitband versorgt seien. Werde dies nicht schnell geändert, könnten die Bürger und Unternehmen auf dem Land nicht von der Digitalisierung profitieren, mahnte Landsberg mehr Tempo an.

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