Politik

Simbabwes Regierungspartei wirft Armeechef "verräterisches Verhalten" vor

  • 14. November 2017, 21:19 Uhr
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Simbabwes Armeechef Constantino Chiwenga
Bild: AFP

Simbabwes Regierungspartei hat Armeechef Constantino Chiwenga 'verräterisches Verhalten' vorgeworfen. Der General hatte Präsident Robert Mugabe zuvor wegen der Entlassung seines Vizepräsidenten kritisiert.

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Simbabwes Regierungspartei hat Armeechef Constantino Chiwenga "verräterisches Verhalten" vorgeworfen. Chiwengas Haltung ziele klar darauf ab, "den Landesfrieden zu stören" und "einen Aufstand anzustacheln", erklärte ein Sprecher der Zanu-PF von Präsident Robert Mugabe am Dienstag. Chiwenga hatte Mugabe zuvor wegen der Entlassung seines Vizepräsidenten kritisiert und ihn dazu aufgefordert, keine weiteren erfahrenen Parteimitglieder mehr abzusetzen.

In der Nähe der Hauptstadt Harare sorgten am Dienstag mehrere Panzer für Unruhe bei den Anwohnern, da Chiwenga vor einer möglichen militärischen Intervention gewarnt hatte. "Wenn es um unsere Revolution geht, wird das Militär nicht zögern, einzugreifen", hatte der General am Montag vor Journalisten gesagt.

Die Gründe für das Militäraufgebot blieben zunächst allerdings unklar. Es könnte sich dabei auch um ein Routinemanöver gehandelt haben. Der Militärsprecher gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Die Amtsenthebung von Vizepräsident Emmerson Mnangagwa war das jüngste Anzeichen der zunehmenden politischen Instabilität in Simbabwe. Mnangagwa war mehrmals mit der 52-jährigen Präsidentengattin Grace Mugabe aneinander geraten, die mit ihm um die Nachfolge des 92-jährigen Präsidenten wettgeeifert haben soll.

Präsident Mugabe ist Afrikas ältester Staatschef und regiert Simbabwe seit 37 Jahren mit harter Hand. Trotz seines hohen Alters weigerte er sich bisher, einen Nachfolger zu benennen. Bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr will er erneut antreten. Allgemein wird damit gerechnet, dass sein Amt erst mit seinem Tod frei wird. 

Die News Simbabwes Regierungspartei wirft Armeechef "verräterisches Verhalten" vor wurde von AFP am 14.11.2017 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern Simbabwe, Militär abgelegt.

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