Lifestyle

Kritik an Puma in Indien: Graffiti an jahrhundertealte Häuser gesprüht

  • 14. November 2017, 17:41 Uhr
Bild vergrößern: Kritik an Puma in Indien: Graffiti an jahrhundertealte Häuser gesprüht
Häuser in der Altstadt von Neu Delhi
Bild: AFP

Der Sportartikelhersteller Puma ist wegen eines Werbespots in Indien in die Kritik geraten. Denkmalschützer werfen dem Unternehmen vor, die Fassaden mehrerer Baudenkmäler in der Altstadt von Neu Delhi mit Graffiti verschandelt zu haben.

Anzeige

Der Sportartikelhersteller Puma ist wegen eines Werbespots in Indien in die Kritik geraten. Denkmalschützer warfen dem Unternehmen am Dienstag vor, die Fassaden mehrerer Baudenkmäler in der Altstadt von Neu Delhi mit Graffiti verschandelt zu haben. Mit den Wandbildern an jahrhundertealten Gebäuden habe Puma dem im 17. Jahrhundert unter Großmogul Shah Jahan erbauten Viertel  "dauerhaften Schaden" zugefügt, sagte die Denkmalschützerin Swapna Liddle der Nachrichtenagentur AFP.

In dem beanstandeten Werbespot für eine neue Schuhkollektion von Puma treten indische Rapper und Hip-Hop-Tänzer in Zügen und Häusern auf, die großflächig mit Graffiti besprüht sind. Gedreht wurde neben Neu Delhi auch in der Wirtschaftsmetropole Mumbai.

"Das ist ein Kulturerbe-Gebiet", sagte Liddle von der indischen Gesellschaft zum Schutz des künstlerischen und kulturellen Erbes über die Drehorte in Neu Delhi. "Man kann nicht einfach hingehen und malen, was man will." Verantwortlich für die "unsensible" Aktion seien nicht nur die Werbefilmer, sondern auch die Verantwortlichen bei Puma und alle, die "dabeigestanden haben".

Puma erklärte, die historische Bedeutung der Gebäude sei dem Unternehmen nicht bewusst gewesen. "Der Besitzer wusste nicht, dass sein Haus unter Denkmalschutz steht, und daher wurde uns das auch nicht mitgeteilt", sagte ein Sprecher. Puma sagte aber zu, den ursprünglichen Zustand der Fassaden wieder herzustellen.

Der Hausbesitzer wies die Kritik der Denkmalschützer entschieden zurück. Über seinen Privatbesitz könne er allein entscheiden, sagte Arun Khandelwal dem "Indian Express". Dank der Graffiti sehe die Gegend nun viel "besser und lebendiger" aus.

Die News Kritik an Puma in Indien: Graffiti an jahrhundertealte Häuser gesprüht wurde von AFP am 14.11.2017 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Indien, Kultur, Architektur, Unternehmen, Werbung abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Waschmittel-Hersteller geht gegen gefährlichen Internet-Trend vor

Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble will Videos aus dem Internet löschen lassen, in denen Jugendliche Waschmittelkapseln zerbeißen. Dafür arbeite P&G mit sozialen Medien

Mehr
Baby-Panda in Tokios Zoo zu Überstunden verdonnert

Der Zwang, Überstunden zu leisten, macht in Japan auch vor Tieren nicht halt: Angesichts des riesigen Interesses an seinem Panda-Nachwuchs hat der Zoo von Tokio das Bärenbaby

Mehr
Seine-Hochwasser in Paris behindert Verkehr

In Paris führt das Hochwasser an der Seine zu Verkehrsbehinderungen: Die Bahngesellschaft SNCF kündigte am Dienstag die Teil-Schließung der Vorortbahn RER C an. Sie verbindet die

Mehr

Top Meldungen

Dermapharm will mit Börsengang Zukäufe finanzieren

Grünwald - Nach dem geplanten Börsengang will der Arzneikonzern Dermapharm einen Gutteil des Emissionserlöses für Zukäufe im In- und Ausland verwenden. Der Vorstandsvorsitzender

Mehr
Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano

Der französische Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano. Das Unternehmen kündigte die Umbenennung am Dienstag am Firmensitz in La Défense bei Paris an. Der Name stehe für einen

Mehr
Verbraucherschützer: Niki-Deal nachteilig für Geschäftsreisende

Berlin - Deutschlands Verbraucherschützer sehen den Verkauf der Fluggesellschaft Niki an den Firmengründer Niki Lauda skeptisch. "Das neue Angebot mag für Urlauber schön sein,

Mehr