Finanzen

ADAC muss 90 Millionen Steuern nachzahlen

  • 13. November 2017, 12:26 Uhr
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ADAC-Zentrale in München
Bild: AFP

Der ADAC muss Steuern in hoher zweistelliger Millionenhöhe nachzahlen. Es handelt sich um einen Betrag von 90 Millionen Euro, wie die 'Süddeutsche Zeitung' berichtete - das ist auch für Europas größten Verein keine Kleinigkeit.

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Der ADAC muss Steuern in hoher zweistelliger Millionenhöhe nachzahlen. Es handelt sich um einen Betrag von rund 90 Millionen Euro, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag erfuhr  - das ist auch für Europas größten Verein keine Kleinigkeit. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sei aber nicht geplant, sagte ein ADAC-Sprecher in München. Auch werde der ADAC nicht an Mitgliederleistungen wie der Pannenhilfe sparen.

Grund für die Steuerrückzahlung ist eine Änderung der Zuständigkeit: Seit 2010 ist das Bundeszentralamt für Steuern bundesweit für Prüfung und Festsetzung der Versicherungssteuer zuständig, und es setzte eine deutlich höhere Versicherungssteuer fest als die zuvor zuständige bayerische Finanzverwaltung. Fällig wird diese Steuer auf Leistungen für die Mitglieder wie Pannen- und Unfallhilfeleistungen. Zahlen muss der ADAC die Steuer rückwirkend ab 2014. Die Beiträge für 2014 und 2015 hat der Verein bereits überwiesen.

Der ADAC nimmt zwar über Beiträge seiner rund 20 Millionen Mitglieder rund eine Milliarde Euro im Jahr ein, doch steht nach Abzug der Kosten meist nur ein kleiner einstelliger Millionenbetrag unter dem Strich - in manchen Jahren auch ein Minus. Die "Süddeutsche" berichtete, wegen der Steuerrückzahlung würden nun Stellen abgebaut. Der ADAC betonte dagegen, das Sparprogramm "Effizienz" sei schon im Frühjahr beschlossen worden. 

Demnach sollen bis 2020 rund 350 bis 400 Stellen abgebaut werden, etwa über Altersteilzeit und Abfindungsangebote. Der ADAC tue alles dafür, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen komme, erklärte der Sprecher. Es werde keinen Kahlschlag geben.

Die News ADAC muss 90 Millionen Steuern nachzahlen wurde von AFP am 13.11.2017 in der Kategorie Finanzen mit den Stichwörtern D, Auto, Versicherungen, Steuern abgelegt.

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