Politik

Spitzen von UNO und Unesco bedauern Austritt der USA und Israels

  • 13. Oktober 2017, 11:07 Uhr
Bild vergrößern: Spitzen von UNO und Unesco bedauern Austritt der USA und Israels
Der Hauptsitz der Unesco in Paris
Bild: AFP

Die Spitzen von UNO und Unesco haben den Austritt der USA und Israels nachdrücklich bedauert. Unesco-Generaldirektorin Irina Bukova sprach am Freitag im französischen Radiosender Franceinfo von einem 'Verlust für die gesamte UNO'.

Anzeige

Die Spitzen von UNO und Unesco haben den Austritt der USA und Israels aus der Kulturorganisation nachdrücklich bedauert. Unesco-Generaldirektorin Irina Bukova sprach am Freitag im französischen Radiosender Franceinfo von einem "Verlust für die gesamte UNO". Damit werde der Anspruch der UN-Kulturorganisation in Frage gestellt, alle Staaten der Welt zu vertreten und zum Frieden beizutragen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres kündigte an, trotz Differenzen weiter mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump zu kooperieren.

Ein Sprecher von Guterres sagte in New York, die UNO arbeite "mit den Vereinigten Staaten sehr produktiv in zahlreichen Bereichen durch eine Reihe von Organisationen zusammen", und sie werde dies auch weiterhin tun. Trump hatte der UNO im vergangenen Monat eine aufgeblähte Bürokratie und "Missmanagement" vorgeworfen.

Bukova ließ Kritik an umstrittenen Entscheidungen der Unesco zu Ostjerusalem und Hebron im Westjordanland erkennen. Diese Beschlüsse zielten darauf ab, das palästinensische Erbe zu bewahren, was scharfe Kritik aus Israel hervorrief und nun mit zu den Austritten beitrug. "Das Erbe darf nicht in Stücke geteilt werden", mahnte die Bulgarin, die Mitte November nach zwei Amtszeiten die Unesco-Leitung abgibt. "Leider ist das nicht immer der Fall."

Bei der Wahl für ihre Nachfolge liegt nach vier Durchgängen ein umstrittener Kandidat aus dem arabischen Golfstaat Katar vorne. Dem früheren Kulturminister Hamad bin Abdulasis al-Kawari wird von jüdischen und US-Organisationen Antisemitismus vorgeworfen. Auf Platz zwei liegen gleichauf zwei Anwärterinnen aus Ägypten und Frankreich. 

Am Freitagnachmittag soll zunächst eine Stichwahl zwischen den beiden Frauen stattfinden. Danach ist eine Stichwahl zwischen der Gewinnerin dieser Runde und dem Katarer geplant. Die arabischen Länder machen Druck, erstmals einen Kandidaten aus ihren Reihen zu bestimmen.

Die News Spitzen von UNO und Unesco bedauern Austritt der USA und Israels wurde von AFP am 13.10.2017 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern UNO, UNESCO, USA, Israel, Frankreich, Katar, Personalien abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Tschechen wählen neues Parlament - Populist Babis klarer Favorit

In Tschechien haben am Freitag zweitägige Parlamentswahlen begonnen, bei denen ein Sieg der populistischen ANO-Partei des Multimilliardärs Andrej Babis erwartet wird. Umfragen

Mehr
EU-Gipfel beschließt Vorbereitungen für zweite Brexit-Phase

Die Brexit-Beratungen auf dem Brüsseler EU-Gipfel haben trotz offener Streitfragen mit einer versöhnlichen Note geendet. Die anderen 27 EU-Staaten kamen der britischen Regierung

Mehr
Akhanli nach Zwischenfall auf Düsseldorfer Flughafen nun unter Personenschutz

Der nach Deutschland zurückgekehrte Schriftsteller Dogan Akhanli steht wegen eines Zwischenfalls nach seiner Landung auf dem Düsseldorfer Flughafen nun unter Polizeischutz. "Er

Mehr

Top Meldungen

PSA-Chef kündigt umfangreiche Hilfen für Opel an

Paris - Der Vorstandschef des französischen Automobilherstellers PSA Peugeot Citröen, Carlos Tavares, hat dem Tochterunternehmen Opel umfangreiche Hilfen für eine Sanierung

Mehr
Unions-Fraktionsvize: "Schwarze Null" nicht über Bord werfen

Berlin - Die Union will den bisherigen finanzpolitischen Kurs eines Bundeshaushalts ohne Neuverschuldung auch in einer Jamaika-Koalition fortsetzen. "Wir sollten die neue

Mehr
Jugenderwerbslosenquote in Deutschland 2016 EU-weit am niedrigsten

Wiesbaden - Die Jugenderwerbslosenquote hat in Deutschland im Jahr 2016 mit 7,1 Prozent ihren niedrigsten Stand seit Beginn der 1990er Jahre erreicht: Das war EU-weit der

Mehr