Brennpunkte

USA demonstrieren Stärke mit Kampfbombern vor Nordkoreas Küste

  • 23. September 2017, 21:49 Uhr
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US-Kampfjets über koreanischer Halbinsel
Bild: AFP

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea ist am Samstag weitergegangen, ohne dass eine der Seiten Bereitschaft zum nachgeben gezeigt hätte. Die USA ließen Kampfbomber entlang der Küste Nordkoreas fliegen, um ihre Konfliktbereitschaft zu unterstreichen.

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Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea ist am Samstag weitergegangen, ohne dass eine der Seiten Bereitschaft zum Nachgeben gezeigt hätte. Die USA ließen Kampfbomber entlang der Küste Nordkoreas fliegen, um ihre Konfliktbereitschaft zu unterstreichen. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho nutzte derweil seine Rede vor der UN-Vollversammlung in New York für eine Schimpftirade gegen US-Präsident Donald Trump, der eine nukleare Aufrüstung Nordkoreas geradezu herausfordere.

Das US-Verteidigungsministerium in Washington machte klar, dass das Flugmanöver vor der nordkoreanischen Küste eine direkte Botschaft an die Führung in Pjöngjang übermitteln solle: "Diese Mission ist eine Demonstration der Entschlossenheit der USA und eine klare Botschaft, dass dem Präsidenten viele militärische Möglichkeiten zur Abwehr jeglicher Bedrohung zur Verfügung stehen", sagte Pentagon-Sprecher Dana White.

Noch nie im 21. Jahrhundert seien US-Kampfflugzeuge vor der nordkoreanischen Küste derart weit nach Norden vorgedrungen, sagte White. Dieses Vorgehen solle "unterstreichen, wie ernst wir das rücksichtslose Verhalten der Demokratischen Volksrepublik Korea nehmen". Die USA seien bereit, "die ganze Palette militärischer Fähigkeiten auszunutzen, um die USA und unsere Verbündeten zu schützen".

Den Angaben zufolge flogen US-Kampfbomber flankiert von Gefechtsjets entlang der Ostküste Nordkoreas nach Norden. Mit dem Flugmanöver reagierte Washington auf die zunehmende Eskalation des Streits mit Pjöngjang in den vergangenen Tagen, der von Kriegsrhetorik und Vernichtungsdrohungen geprägt war.

Nordkoreas führte diese Art der Auseinandersetzung in seiner Rede am Samstag vor der UNO fort. Präsident Trumps Drohung mit der vollständigen Vernichtung Nordkoreas mache "einen Besuch unserer Raketen auf dem gesamten Festland der USA umso unvermeidlicher", sagte Ri. Trump lasse Nordkorea keine andere Wahl, als mit dem "nuklearen Hammer der Gerechtigkeit" zu reagieren.

Wie zuvor schon der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un richtete auch der Außenminister persönliche Schmähungen gegen den US-Präsidenten. Trump sei ein "Lügenkönig", ein "Geistesgestörter" und ein "Größenwahnsinniger", der "heutzutage die größte Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Welt" darstelle, sagte Ri vor den Vereinten Nationen.

Mit Raketen- und Atombombentests hatte sich Nordkorea zuletzt wiederholt über Verbote des UN-Sicherheitsrats hinweggesetzt. Die USA wollen unbedingt verhindern, dass Nordkorea seine Waffentechnik so weit entwickelt, dass es Atomraketen auf das US-Festland abfeuern kann.

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