Wirtschaft

IG Metall zeigt sich vor Tarifverhandlungen "kampffähig"

  • 13. September 2017, 07:06 Uhr

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Frankfurt/Main - Die IG Metall wird in den anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie deutlich höhere Löhne und niedrigere Arbeitszeiten fordern. "Wir haben wieder eine steigende Inflation und Produktivität. Es gibt trotz des Dieselskandals keine dunklen Wolken am Konjunkturhorizont. All dies wird sich in der Forderung widerspiegeln, die über der vom letzten Mal liegen wird", sagte NRW-Bezirksleiter Knut Giesler der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

Die IG Metall will zudem durchsetzen, dass jeder Beschäftigte selbstbestimmt die Arbeitszeit auf 28 Stunden verkürzen könne, wenn er es für nötig halte - Schichtarbeiter und Arbeitnehmer, die ein Kind betreuen oder einen Angehörigen pflegen müssten, sollen in dieser Zeit einen Entgeltausgleich bekommen. Angesprochen auf die ablehnende Haltung der Arbeitgeber zu diesem Thema sagte Giesler: "In Deutschland fallen 1,8 Milliarden Überstunden im Jahr an, 900 Millionen davon nicht bezahlt. Wenn die Arbeitgeber sich stur stellen, können wir gerne auch mal die Gegenrechnung aufmachen."

Mit Blick auf mögliche Streiks sagte der IG-Metaller: "Wir sind sehr gut vorbereitet - auf Warnstreiks, Tagesstreiks und zur Not auch auf eine Urabstimmung und unbefristete Streiks. Wir sind kampffähig."

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