Brennpunkte

Weißes Haus um Klarstellung von Trumps Äußerungen zu Charlottesville bemüht

  • veröffentlicht am 13. August 2017, 19:12 Uhr
Bild vergrößern: Weißes Haus um Klarstellung von Trumps Äußerungen zu Charlottesville bemüht
Rechtsextremer Anschlag in Charlottesville
Bild: AFP

Nach der halbherzigen Antwort von US-Präsident Trump auf die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville bemüht sich das Weiße Haus, die Wogen zu glätten. Trump habe selbstverständlich auch den Ku Klux Klan verurteilt, hieß es in Washington.

Anzeige

Nach der Kritik an US-Präsident Donald Trump, die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville nicht klar genug verurteilt zu haben, hat sich das Weiße Haus am Sonntag um eine Klarstellung bemüht. "Der Präsident hat gestern in seiner Erklärung sehr klar betont, dass er alle Formen der Gewalt, des Fanatismus und Hasses verurteilt", hieß es in Washington. Dies gelte "natürlich auch für Neonazis, den Ku Klux Klan und alle extremistischen Gruppen".

Zahlreiche Republikaner und Demokraten hatten den US-Präsidenten zuvor kritisiert, klare Schuldzuweisungen nach der Gewalt bei dem Aufmarsch der Rechtsextremisten im Bundesstaat Virginia vermieden zu haben. Stattdessen hatte Trump die "Gewalt auf vielen Seiten" verurteilt und damit die Rechtsextremen auf eine Stufe mit den antirassistischen Gegendemonstranten gestellt. 

Die Tochter und Beraterin des Präsidenten, Ivanka Trump, setzte sich am Sonntag von ihrem Vater ab und kritisierte explizit den Aufmarsch der Rechtsextremen.

Der Aufmarsch des Ku Klux Klans und der sogenannten Alt-Right-Bewegung in der Universitätsstadt Charlottesville im Bundesstaat Virginia endete für eine 32-jährige Frau tödlich, als ein 20-Jähriger sein Auto offenbar absichtlich in die Menge der Gegendemonstranten steuerte. Durch die Gewalt zwischen Anhängern der rechten Gruppen mit ihren Gegnern wurden zudem nach Krankenhaus-Angaben 19 Menschen verletzt.

Die News Weißes Haus um Klarstellung von Trumps Äußerungen zu Charlottesville bemüht wurde von AFP am 13.08.2017 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern USA, Präsident, Demonstrationen, Rassismus, Gewalt abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Grünen-Chef lehnt flächendeckende Videoüberwachung ab

Berlin - Grünen-Chef Cem Özdemir lehnt eine flächendeckende Videoüberwachung ab. Da, wo Videoüberwachung sinnvoll sei, sie tatsächlich was bringe und zu einem Sicherheitsgewinn

Mehr
Terrorzelle von Barcelona hortete 120 Gasflaschen für Anschläge

Die Terrorzelle von Barcelona hat nach Angaben der Polizei mindestens 120 Gasflaschen für "einen oder mehrere Anschläge" in der katalanischen Hauptstadt gehortet. Die Gasflaschen

Mehr
Anwalt: Kölner Autor Akhanli kommt in Spanien frei

Der auf Betreiben der Türkei festgenommene Kölner Autor Dogan Akhanli kommt frei. Sein Anwalt Ilias Uyar teilte am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit, Akhanli dürfe Madrid aber

Mehr

Top Meldungen

Studie: Kommunen verlangen immer höhere Abgaben

Berlin - Trotz steigender Steuereinnahmen verlangen deutsche Kommunen immer höhere Abgaben - vor allem von Immobilienbesitzern und Unternehmen. Das geht aus einer noch

Mehr
Tiefensee: Deutschland braucht starke Solarindustrie

Erfurt - Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht trotz der Insolvenz des Solarzellenherstellers Solarworld von einem Wiedererstarken der Branche in

Mehr
BDI-Präsident beklagt "Diskreditierung" deutscher Autohersteller

Berlin - Der Präsident des Industrieverbands BDI, Dieter Kempf, hat eine "generelle Diskreditierung" der deutschen Autohersteller beklagt. Die Debatte im Zusammenhang mit der

Mehr