Lifestyle

AfD-Spitzenkandidat Gauland stellt sich in Krim-Frage hinter Lindner

  • dts veröffentlicht am 12. August 2017, 10:14 Uhr
Bild vergrößern: AfD-Spitzenkandidat Gauland stellt sich in Krim-Frage hinter Lindner
Alexander Gauland
dts

.

Anzeige

Berlin - Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat sich in der Krim-Frage hinter den umstrittenen Vorschlag von FDP-Chef Christian Lindner gestellt. Der Konflikt sei "nicht juristisch zu lösen", sagte Gauland am Samstag im RBB-Inforadio.

"Ob die Annexion der Krim letztlich völkerrechtswidrig war oder nicht, ist schon mal ein großer Streit der Juristen." Der AfD-Politiker sprach sich auch dafür aus, die Strafmaßnahmen gegen Russland zu beenden: Sanktionen hätten noch nie irgendetwas gebracht. "Die Sanktionen schaden Russland und schaden uns, sie bringen aber niemals die Krim zurück", so Gauland. "Mir wäre es lieber gewesen, man hätte im Rahmen einer Neuordnung Europas diese Fragen friedlich gelöst, aber zu glauben, dass sie mit Sanktionen die Krim zurückholen, finde ich völlig daneben. Und insofern gebe ich Herrn Lindner recht."

Gauland äußerte sich auch zu den gesunkenen Umfragewerten für die AfD. Dafür seien die parteiinternen Konflikte mitverantwortlich. Das Problem sei zum Teil "selbstgemacht", sagte der AfD-Politiker: "Manchmal streiten wir ein bisschen zu viel." Von daher hätten die innerparteilichen Auseinandersetzungen, die man nicht leugnen solle und könne, "schon zu einem gewissen Wählerrückgang beigetragen".

Auf der anderen Seite gehöre diese Streitkultur aber auch zur AfD. Ihm sei es wichtig, dass die Partei keinen ihrer Flügel verliere: "Aber ich hab jetzt immer bei meinen Freunden dafür plädiert, dass wir bis zum 24.September mal etwas Ruhe halten."

Die News AfD-Spitzenkandidat Gauland stellt sich in Krim-Frage hinter Lindner wurde von dts am 12.08.2017 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Russland, Parteien abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Außenminister Gabriel: Erdogan will Menschen aufhetzten

Berlin - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich empört über Erdogans Wahlempfehlung für die Bundestagswahl gezeigt. "Diese grobe Einmischung in den deutschen Wahlkampf

Mehr
Trump entlässt umstrittenen Chefstrategen Stephen Bannon

Washington - US-Präsident Donald Trump entlässt seinen umstrittenen Chef-Strategen Stephen Bannon. Das bestätigte das Weiße Haus am Freitag. Bannon war schon im Wahlkampf seit

Mehr
Erdogan mischt sich in deutschen Wahlkampf ein

Istanbul - Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler in Deutschland aufgerufen, bei der anstehenden Bundestagswahl nicht für die CDU, die SPD oder die

Mehr

Top Meldungen

Kritik an "deutscher Lösung" für Air Berlin

Berlin - Der Wettbewerbsexperte Daniel Zimmer hat die Pläne für eine deutsche Lösung bei der insolventen Air Berlin scharf kritisiert. Die geplante Übernahme wesentlicher Teile

Mehr
Wohnungsmieten steigen weiter

Bonn - Die Neuvertragsmieten für Wohnungen sind deutschlandweit im 1. Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent gestiegen - auf 7,90 Euro pro Quadratmeter

Mehr
Nur jeder dritte Haushalt auf dem Land hat laut Bericht schnelles Internet

Auf dem Land verfügt nur jeder dritte Haushalt über schnelles Internet. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag unter Berufung auf eine Antwort des

Mehr