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Privatinsolvenz: 676.428 warten auf Schuldenschnitt

  • Rudolf Huber/wid veröffentlicht am 14. Juli 2017, 10:15 Uhr
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wid Groß-Gerau - Bezogen auf die Bevölkerungszahl befinden sich am häufigsten Einwohner in Bremen (134 je 10.000 Einwohner) in der Schuldner-Warteschleife. obs/CRIF Bürgel GmbH

Auf eine Zukunft ohne rote Zahlen arbeiten aktuell 676.428 Bundesbürger in Deutschland hin. Laut einer Analyse der Wirtschaftsauskunftei CRIFBÜRGEL sind die Betroffenen gerade in der sogenannten Wohlverhaltensphase, erwarten also die Restschuldbefreiung und damit den Erlass ihrer Schulden. Für die Erhebung wurden die Privatinsolvenzen der letzten sechs Jahre ausgewertet.


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Auf eine Zukunft ohne rote Zahlen arbeiten aktuell 676.428 Bundesbürger in Deutschland hin. Laut einer Analyse der Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel sind die Betroffenen gerade in der sogenannten Wohlverhaltensphase, erwarten also die Restschuldbefreiung und damit den Erlass ihrer Schulden. Für die Erhebung wurden die Privatinsolvenzen der letzten sechs Jahre ausgewertet.

Die nach absoluten Zahlen meisten Privatpleitiers kommen demnach aus Nordrhein-Westfalen (168.049), Niedersachsen (86.068) und Bayern (74.191). Bezogen auf die Bevölkerungszahl sind vor allem Bremer (134 je 10.000 Einwohner) in der Schuldner-Warteschleife. Aber auch in Niedersachsen und im Saarland (je 109) sowie in Schleswig-Holstein und Hamburg (je 106) warten viele Privatpersonen auf die Erteilung der Restschuldbefreiung. In Baden-Württemberg (57) und Bayern (58) gibt es die wenigsten Betroffenen. Insgesamt ist die Zahl der Personen in der Wohlverhaltensphase im Vergleich zum Vorjahr (692.612) um 2,6 Prozent zurückgegangen.

Während 393.579 Männer auf den Schuldenschnitt warten, sind 282.849 der Betroffenen Frauen. Knapp 70.000 der Schuldner sind zwischen 18 und 30 Jahre alt. "Ursachen für Überschuldung, gerade bei jungen Bürgern, sind eine unwirtschaftliche Haushaltsführung, gepaart mit wenig Erfahrung im Umgang mit Geld", so die Wirtschaftsauskunftei. Außerdem seien Einkommen und Konsumverhalten der Betroffenen häufig unvereinbar. So würden oft viel zu hohe Summen in teure Smartphones, Elektroartikel, Autos und den Kauf per Kreditkarte investiert. Absolut gesehen befinden sich in der Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen die meisten Privatpersonen in der Wohlverhaltensphase (189.239).

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