Technologie

Messenger-Dienste wollen nicht mit Behörden zusammenarbeiten

  • dts veröffentlicht am 18. Juni 2017
Bild vergrößern: Messenger-Dienste wollen nicht mit Behörden zusammenarbeiten
Smartphone-Nutzerin
dts

.

Anzeige

Berlin - Die Betreiber von sogenannten Messengerdiensten schließen eine Zusammenarbeit mit deutschen Sicherheitsbehörden zur Strafverfolgung oder Terrorismus-Abwehr aus. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Im Gegensatz zu Telekommunikationsanbietern wie Telekom oder Vodafone sind Messengerdienste wie Whatsapp oder Threema bislang noch nicht gesetzlich verpflichtet, Polizei- oder Verfassungsschutzbehörden bei Ermittlungsverfahren den Zugang zu Kommunikation von Nutzern zu erlauben. "Alle Kommunikation, die über WhatsApp stattfindet, ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dies stellt sicher, dass nur Personen, mit der ein User kommuniziert, tatsächlich lesen können, was gesendet wurde", teilte ein Sprecher von WhatsApp, das zu Facebook gehört, der "Welt am Sonntag" mit. Nicht einmal die Betreiber selbst hätten daher Zugriff auf Chat-Inhalte.

"Somit kann WhatsApp diese Inhalte nicht mit Dritten, auch nicht mit Sicherheitsbehörden, teilen." Auch das Schweizer Unternehmen Threema, das eine gleichnamige App zur verschlüsseltes Kommunikation betreibt, schließt eine Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden in Deutschland aus. "Threema untersteht Schweizer Gesetzgebung und ist nicht zu einer solchen Kooperation verpflichtet", sagte Firmen-Mitbegründer Martin Blatter der "Welt am Sonntag". Eine entsprechende Gesetzesänderung in Deutschland habe darauf keine Auswirkung.

"Eine solche Kooperation würde unseren Grundwerten widersprechen", so Blatter. Die Innenminister aus Bund und Ländern hatten in der vergangenen Woche bei der Innenministerkonferenz in Dresden beschlossen, dass Sicherheitsbehörden zukünftig neben Telefongesprächen und SMS-Verkehr auch Messengerdienste überwachen sollen.

Die News Messenger-Dienste wollen nicht mit Behörden zusammenarbeiten wurde von dts am 18.06.2017 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Telekommunikation abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerium schlägt Gutscheine für schnelles Internet vor

Berlin - Das SPD-geführte Bundeswirtschaftsministerium hat die Einführung von staatlichen Gutscheinen für kleine Unternehmen, Schulen oder Arztpraxen für einen schnellen

Mehr
Ford-Design und Microsoft AR


Die Augmented Reality (AR) Datenbrille Hololens von Microsoft hat jetzt auch beim Autokonzern Ford Einzug gehalten. Die Entwickler und Designer haben so mehr

Mehr
Beratungsfirmen sehen kaum Gefahren durch digitale Konkurrenten

Berlin - Eine Mehrheit der in Deutschland aktiven Beratungsunternehmen glaubt mehrheitlich nicht an eine Bedrohung durch neue digitale Konkurrenten. Dies geht aus einer Studie

Mehr

Top Meldungen

Stahlarbeiter von ThyssenKrupp demonstrieren in Bochum gegen Fusion mit Tata

Die Beschäftigten der Stahlsparte von ThyssenKrupp wollen heute (09.00 Uhr) gegen den geplanten Zusammenschluss mit dem indischen Stahlkonzern Tata auf die Straße gehen. Zu der

Mehr
BER-Chef glaubt an baldige Eröffnung des Hauptstadtflughafens

Berlin - Kurz vor dem Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel hat sich der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Engelbert Lütke Daldrup,

Mehr
Tennet kündigt Erhöhung der Netzentgelte um neun Prozent an

Arnheim - Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet will die Netzentgelte zum Jahreswechsel um neun Prozent erhöhen. Das kündigte Tennet-Vize-Chef Urban Keussen im "Handelsblatt"

Mehr