Wirtschaft

BMW und weitere Autobauer legen Streit um Takata-Airbags mit Vergleich bei

  • veröffentlicht am 19. Mai 2017, 12:51 Uhr
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Streit um Takata-Airbags
Bild: AFP

Im Streit um defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata haben BMW und drei weitere Autobauer in Millionenzahlungen eingewilligt, um einen Prozess abzuwenden. Zusammen zahlen BMW, Toyota, Subaru und Mazda insgesamt gut 553 Millionen Dollar.

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Im Streit um defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata haben BMW und drei weitere Autobauer in Millionenzahlungen in den USA eingewilligt, um einen Prozess abzuwenden. Zusammen zahlen BMW sowie Toyota, Subaru und Mazda insgesamt gut 553 Millionen Dollar (496 Millionen Euro) an die Kläger einer Sammelklage in den USA, wie am Donnerstag bekannt wurde. Den Autobauern war vorgeworfen worden, von den defekten Airbags gewusst und sie trotzdem eingebaut zu haben.

Die explodierenden Airbags werden mit 16 Todesfällen weltweit in Verbindung gebracht, elf davon in den USA. Autobauer mussten rund hundert Millionen Fahrzeuge zurückrufen, davon etwa 70 Millionen in den USA. Mitte Januar erzielte Takata mit dem US-Justizministerium einen Vergleich, den ein Gericht Ende Februar billigte. Die Einigung enthält ein Schuldeingeständnis des japanischen Unternehmens, außerdem zahlt Takata eine Milliarde Dollar Strafe in den USA.

Auch der nun erzielte Vergleich mit den Autofirmen muss noch gerichtlich bestätigt werden. Er sieht vor, dass Toyota mit 278,5 Millionen Dollar den größten Anteil zahlt. BMW soll 131 Millionen Dollar zahlen, auf Subaru entfallen 68,3 Millionen und auf Mazda 75,8 Millionen Dollar. Die Sammelklage richtete sich auch gegen Ford, Honda und Nissan - da steht eine Einigung aber noch aus.

Die Takata-Aktie setzte als Reaktion auf den erzielten Vergleich zum Höhenflug an: An der Börse in Tokio stieg sie am Freitag um 20,25 Prozent - in den vergangenen Jahren hatte der Kurs wegen des Airbag-Skandals enorm gelitten.

Die News BMW und weitere Autobauer legen Streit um Takata-Airbags mit Vergleich bei wurde von AFP am 19.05.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, USA, Japan, Auto, Unternehmen, Justiz abgelegt.

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