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Mein Haus ist dein Haus - Wenn der Vermieter mitspielt

  • Steve Schmit/wid veröffentlicht am 18. Mai 2017, 14:28 Uhr
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wid Groß-Gerau - Mieter haben unter Vorlage eines "berechtigten Interesses" den Anspruch, aber keine Garantie, auf die Zustimmung des Vermieters, Zimmer unterzuvermieten. meineresterampe / Pixabay.com / CC0

Viele Menschen leben zur Miete in einer Wohnung oder in einem Haus, in dem nicht alle Zimmer durchgehend benutzt werden. Da bietet dann mancher Bewohner die 'freien' Räumlichkeiten zur Untermiete an. Vorher ist aber immer ein Blick in den Mietvertrag angebracht.


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Viele Menschen leben zur Miete in einer Wohnung oder in einem Haus, in dem nicht alle Zimmer durchgehend benutzt werden. Da bietet dann mancher Bewohner die "freien" Räumlichkeiten zur Untermiete an. Vorher ist aber immer ein Blick in den Mietvertrag angebracht. Dort ist meist schon im Vorfeld geregelt, ob die Untervermietung von Räumen oder der ganzen Immobilie zulässig ist.

Wenn der Mieter aber ein "berechtigtes Interesse" daran hat, seine Wohnung zu teilen, darf der Vermieter das nicht pauschal verbieten. Das Infocenter der R+V Versicherung hat hierzu einige Tipps zusammengefasst. Wenn es sich beim neuen Mitbewohner um einen nahen Familienangehörigen wie den Ehepartner oder das Kind handelt, besteht im Allgemeinen gegenüber dem Vermieter lediglich eine Informationspflicht.

Bei anderen potenziellen Untermietern ist es wichtig, dem Vermieter ein "berechtigtes Interesse" darzulegen. "Wichtig ist jedoch, dass dieses Interesse erst nach der Unterzeichnung des Mietvertrages entstanden sein darf", erklärt Sascha Nuß, Jurist beim R+V-Infocenter. Ein Anspruch, aber keine Garantie auf Untervermietung kann beispielsweise entstehen, wenn der Mieter durch veränderte Lebensumstände (Trennung, Krankheit) die Mietkosten nicht mehr alleine stemmen kann. "Wer seine Wohnung mit anderen Personen teilt, ohne die Erlaubnis des Vermieters eingeholt zu haben, muss mit einer Abmahnung rechnen. Reagiert der Mieter nicht darauf, droht im Einzelfall sogar eine Unterlassungsklage oder eine fristlose Kündigung", gibt der Jurist zu bedenken.

Der Vermieter ist hier natürlich nicht machtlos. Wenn die Wohnung für die angedachte WG nicht ausgelegt ist, oder gegen den möglichen Untermieter berechtigte Einwände vorliegen, scheitert das Vorhaben. Außerdem ist der Vermieter zu Mieterhöhungen berechtigt, von denen er auch seine Zustimmung abhängig machen kann. Falls der Mieter allerdings seine komplette Wohnung untervermieten möchte, kann das sehr wohl ohne besondere Gründe abgelehnt werden.

Die News Mein Haus ist dein Haus - Wenn der Vermieter mitspielt wurde von Steve Schmit/wid am 18.05.2017 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Wohnen, Mietrecht abgelegt.

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