Politik

Berater der Bundesregierung sehen Brexit-Verhandlungen mit Sorge

  • dts veröffentlicht am 17. Mai 2017, 19:04 Uhr
Bild vergrößern: Berater der Bundesregierung sehen Brexit-Verhandlungen mit Sorge
Fahne von Großbritannien
dts

.

Anzeige

Berlin - Mit Sorge beobachten Wirtschaftsberater der Bundesregierung die anstehenden Verhandlungen um das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union. Der Prozess berge "Risiken einer unnötigen Beschädigung der Wirtschaftsbeziehungen", schreibt der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums laut F.A.Z. (Donnerstagsausgabe) in einem Brief an Ministerin Brigitte Zypries (SPD).

Die gegenseitigen Wirtschaftskontakte seien so bedeutsam, dass es notwendig sei, ein "tiefes und umfassendes Freihandelsabkommen zu schließen", heißt es der Zeitung zufolge in dem Schreiben. Doch werde der Abschluss eines solchen Vertrages kaum bis zum geplanten EU-Austritt im Jahre 2019 gelingen. Die Ökonomen empfehlen Zypries deshalb, sich als Zwischenschritt zu einem Freihandelsabkommen mit den Briten dafür einzusetzen, dass London parallel zum EU-Austritt wieder der Europäische Freihandelsassoziation Efta beitritt. "Auch bei den harten Verhandlungen in den Konfliktfeldern darf das Ziel eines ausgewogenen und umfassenden Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nicht in Frage gestellt werden", sagte der Vorsitzende des Beirats, der Züricher Ökonom Hans Gersbach.


Die News Berater der Bundesregierung sehen Brexit-Verhandlungen mit Sorge wurde von dts am 17.05.2017 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, EU, Großbritannien abgelegt.

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.

Weitere Meldungen

Trittin: Lindner-FDP ist eine "Anti-Europa-Partei"

Berlin - Mit massiver Kritik an den Liberalen gehen die Grünen in den Kampf um den dritten Platz bei der Bundestagswahl. "Die Lindner-FDP ist eine Anti-Europa-Partei. Mit ihrem

Mehr
Österreichs Außenminister fordert mehr EU-Einsatz im Mittelmeer

Wien - Im Kampf gegen die Flüchtlingskrise hat Österreichs Außenminister Sebastian Kurz gefordert, den EU-Einsatz im Mittelmeer möglichst rasch auszuweiten. "Die EU-Marinemission

Mehr
Juncker: Einsatz für Menschenwürde "eine tägliche Verpflichtung"

Brüssel - In der Debatte über den Umgang mit rechtsextremer Gewalt in den USA hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu Wachsamkeit aufgerufen. "Das europäische Projekt

Mehr

Top Meldungen

Zustimmung für Zypries` Vorstoß gegen Luftverkehrsteuer

Berlin - Für ihren Vorschlag, die Luftverkehrsteuer abzuschaffen, hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Montag von mehreren Seiten Zustimmung erhalten. "Wir

Mehr
Merkel kritisiert Schröders mögliches Rosneft-Engagement

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die mögliche Berufung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in den Aufsichtsrat des russischen Mineralölkonzerns Rosneft

Mehr
Tesla geht in die Luft


Der Elektroautobauer Tesla geht eine Kooperation mit der Lufthansa ein und wird in das Vielfliegerprogramm "Miles & More" integriert. In der Praxis bedeutet das, dass die

Mehr