Wirtschaft

General Motors stoppt Produktion in Venezuela und entlässt mehr als 2500 Beschäftigte

  • veröffentlicht am 21. April 2017, 09:11 Uhr
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Nach Beschlagnahmung durch die Regierung
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Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat seine Produktion in Venezuela nun auch offiziell gestoppt und 2678 Beschäftigte entlassen. Grund sei das Vorgehen der Regierung, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens.

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Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat seine Produktion in Venezuela nun auch offiziell gestoppt und 2678 Beschäftigte entlassen. Grund sei das Vorgehen der Regierung in Caracas, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. Die Behörden hätten das Werk "überraschenderweise" beschlagnahmt, so dass eine geordnete Produktion nicht mehr möglich sei. Auch die im Werk produzierten Neuwagen seien "illegal" konfisziert worden.

Das Werk in Venezuela hat eine Produktionskapazität von jährlich 100.000 Autos. Es steht jedoch de facto schon länger still, weil der US-Konzern keine Teile importieren kann. Die Unternehmenssprecherin kündigte an, GM werde den Entlassenen bald eine "Entschädigung" zahlen. 

Das Unternehmen ist seit 69 Jahren in Venezuela vertreten. Es gibt 79 GM-Händler, die weitere 3900 Menschen beschäftigen. 

Venezuelas sozialistischer Staatschef Nicólas Maduro hatte bereits im vergangenen Jahr die Beschlagnahmung von Firmen angeordnet, denen er "Lähmung durch die Bourgeoisie" vorwarf. Vorübergehend besetzen ließ er etwa das Werk des US-Konzerns Kimberly-Clark, nachdem dort die Produktion von Hygieneartikeln eingestellt worden war. Auch Coca-Cola, Kraft Heinz und das Chemieunternehmen Clorox - alle aus den USA - waren betroffen. 

Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Bei Demonstrationen gegen Maduro wurden in den vergangenen drei Wochen mindestens acht Menschen getötet. Die Opposition fordert eine Amtsenthebung des Sozialisten, dessen Präsidentschaft regulär noch bis 2019 dauert.

Die News General Motors stoppt Produktion in Venezuela und entlässt mehr als 2500 Beschäftigte wurde von AFP am 21.04.2017 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Venezuela, USA, Unternehmen, Auto, Präsident abgelegt.

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